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steigende Kältesumme oder vorherige Eisdicken betrachtet wurden, gab es noch eine zweite
Herangehensweise zum Nachtrag der Eisdicken. Dabei wurden die Eisdicken zwar auch der Kodeziffer
entsprechend eingetragen, jedoch wurden steigende Kältesummen beachtet, so dass die Eisdicken stetig
stiegen.
Zum Abschluss wurden die Ergebnisse der einzelnen Messstationen in einem Diagramm dargestellt.
Hierbei stellte die y-Achse die Eisdicke dar und die x-Achse die Wurzel der Kältesumme. Die
Quadratwurzel ist die beste Form die Problematik zu visualisieren.
Auch hier gab es wieder unterschiedliche Darstellungsmethoden. Einmal wurden nur die wirklich
gemessenen Eisdicken dargestellt. In anderen Graphen flössen die gemessenen Werte und die
gemittelten Werte mit ein. Bei der dritten Darstellung sind die gemessenen Werte und die manuell
hinzugefügten Eisdicken enthalten, vgl. Beispiele in der Abb. 4.
Letztlich wurde zu jeder der einzelnen Darstellungsmethoden der Korrelationskoeffizient ermittelt, um die
Genauigkeit und die Verteilung der Messwerte genauer abschätzen zu können.
Kamminke
gemittelte Werte
Abb. 4. Abhängigkeit der Eisdicke von der Kältesumme im Stettiner Haff und im Greifswalder Bodden
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass eine Vorhersage der Eisdicken bei Seestationen sehr viel schwieriger
ist als bei Stationen, die in geschützten Bereichen liegen. Vor allem lässt sich bei den Seestationen eine
starke Streuung der Messwerte erkennen, zumal hier nur sehr wenige Daten vorliegen. So kann es
Vorkommen, dass die Eisdicken trotz steigender Kältesumme abnehmen, was auch auf wechselnde
Windverhältnisse zurückzuführen ist. Diesbezüglich ist auch zu erwähnen, dass in dieser Arbeit
ausschließlich der Zusammenhang zwischen Eisdicke und Kältesumme bzw. Lufttemperatur betrachtet
wurde, andere Einflüsse wie Wind oder Schneebedeckung wurden nicht berücksichtigt. In geschützten