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Wetterverhältnisse in den Wintermonaten in den deutschen Küstengebieten
Tabelle 1. Monatsmittelwerte der Lufttemperatur (°C) im Winter 2012/13 und ihre Abweichungen vom
Klimamittel 1961 - 1990 (K) (Angaben des Deutschen Wetterdienstes, www.dwd.de)
Station
November
Dezember
Januar
Februar
März
°C
K
°C
K
°C
K
°C
K
°C
K
Greifswald
5.8
1.2
-0.0
-1.1
0.8
1.4
0.2
0.2
-0.6
-3.3
Rostock-Warnemünde
6.3
1.0
1.0
-0.9
1.3
1.1
0.6
-0.1
-0.2
-3.3
Schleswig
5.7
0.8
0.6
-1.1
0.9
0.6
-0.0
-0.6
-0.4
-3.2
Norderney
6.8
0.5
3.5
0.3
1.5
-0.1
1.3
-0.5
0.8
-3.2
Cuxhaven
6.5
0.7
2.6
-0.0
1.7
0.6
0.8
-0.7
0.3
-3.5
Greifswald Rostock-Warnemünde Schleswig
c\i cg t— cm cm
Abb. 2. 5-Tage gleitendes Tagesmittel der Lufttemperatur im Winter 2012/13 (Angaben des
Deutschen Wetterdienstes, www.dwd.de)
In der Zeit zwischen November 2012 und April 2013 wechselten sich in den Küstenregionen Frost-
und Tauwetterperioden beinahe in regelmäßigen Abständen ab. Insgesamt fielen die Monate
November und Januar im Vergleich zu den Werten des Referenzzeitraumes 1961 - 1990 zu warm,
Dezember zu kalt und Februar fast normal aus, vgl. Tabelle 1, Abb. 2. In den kalten Abschnitten fiel
reichlich Schnee, In den milden Phasen gab es zum Teil ergiebige Regenfälle. Mit extrem wenig
Sonnenschein waren die Wintermonate, besonders Januar und Februar, ungewöhnlich trüb
(http://www.dwd.de). Das Wasser war in den geschützt liegenden flachen Gewässern bereits In der
ersten Dezemberdekade In Gefrierbereitschaft, In den inneren Fahrwassern Mitte Dezember. In
küstennahen Bereichen der Pommerschen Bucht und der Deutschen Bucht kühlte sich das Wasser
in der zweiten Januarhälfte kurzzeitig bis zum Gefrierpunkt ab, Abb. 3. In anderen Abschnitten der
Außenküste und Im vorgelagerten Seegebiet lagen die Wassertemperaturwerte durchgehend über
O'G. Anfang März lag Norddeutschland an der Südflanke eines kräftigen Hochdruckgebietes über
Nordeuropa Im Zuflussberelch sehr kalter arktischer Luft. Diese Wetterphase mit frostigen Nächten,
gelegentlichem Schneefall und viel Sonnenschein dauerte etwa drei Wochen und war erst in den
ersten Apriltagen beendet. Besonders niedrige Lufttemperaturen wurden am 13. März (06:00 Uhr
UTC, Lübeck -15.6°C, Arkona -6.6°C) und am 24. März (Ueckermünde -10°C, Hamburg -6.4°C)
gemessen. Insgesamt war der März um ca. 3 K zu kalt. Zum Ende des Monats sank auch die
Wassertemperatur in vielen Bereichen in die Nähe des Gefrierpunktes ab.
Entsprechend dem Witterungsverlauf gab es Im Winter 2012/13 vier voneinander getrennte
Eisperioden. Die erste Periode dauerte vom 6. Dezember 2012 bis Anfang Januar 2013, die zweite
von Mitte bis Ende Januar 2013, die dritte vom 10. bis 20. Februar 2013 und die vierte von Mitte
März bis Anfang April 2013.