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Full text: 2014

Anleitung und Beispiele 
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Geographisches Ortsverzeichnis, Gezeitenunterschiede für Anschlußorte 
Allgemeines. Für die Bezugsorte lassen sich 
die Vorausberechnungen der Hoch- und Niedrig 
wasser direkt aus dem Teil I der Gezeitentafeln 
entnehmen. Für alle übrigen Orte muss man 
die Gezeiten mittels Gezeitenunterschiede gegen 
einen Bezugsort selbst ausrechnen. 
Der Teil II führt die Namen sämtlicher Orte in 
geographischer Folge auf, für die Gezeitenunter 
schiede angegeben sind. Eine Gebietsübersicht 
befindet sich am Anfang des Teils II. Die Orte 
können auch mit Hilfe des alphabetischen Orts 
verzeichnisses am Schluss des Bandes gesucht 
werden; das Verzeichnis verweist auf die Nummer, 
unter der die Orte im Teil II aufgeführt sind. 
Auch bei günstiger Wahl der Bezugsorte sind die 
Gezeitenunterschiede für die angeschlossenen 
Orte in der Regel keine festen Größen, sondern 
mehr oder weniger veränderlich mit ähnlichen pe 
riodischen Ungleichheiten wie die Gezeiten selbst. 
Zur Bestimmung der Hoch- und Niedrigwasser 
zeiten genügt es jedoch gewöhnlich, mit den Mit 
telwerten der Zeitunterschiede zu rechnen. Die 
Veränderlichkeit der Höhenunterschiede muss da 
gegen im allgemeinen berücksichtigt werden. Im 
einzelnen gibt daher der Teil II der Gezeitentafeln 
an: 
(1) Mittlere Hoch- und Niedrigwasser-Zeitunter 
schiede für viele Orte, außerdem Verbesse 
rungen wegen halbmonatlicher Ungleichheit 
(Teil III, Tafel 5). 
(2) Mittlere Hoch- und Niedrigwasser-Höhenun 
terschiede zur Springzeit und zur Nippzeit. 
Zwischen den Werten zur Spring- und Nipp 
zeit ist gegebenenfalls zu interpolieren. 
Anwendung der Gezeitenunterschiede. Jeder 
Anschlussort im Teil II ist durch entsprechende 
Überschriften einem Bezugsort im Teil I zugeord 
net. Addiert man die Gezeitenunterschiede eines 
Anschlussortes mit den angegebenen Vorzei 
chen an den ausführlichen Vorausberechnungen 
für den zugehörigen Bezugsort, so erhält man 
die vorausberechneten Eintrittszeiten und Höhen 
des Hoch- und Niedrigwassers am Anschlussort. 
Hierfür ist es erforderlich die Spring-, Mitt- oder 
Nippzeit zu bestimmen. 
Es kann zwischen zwei Möglichkeiten gewählt wer 
den. 
(1) Die einfachste Möglichkeit besteht darin, die 
Tafel 2 im Teil III zu benutzen. 
(2) Durch den Vergleich der jeweiligen HW/NW- 
Höhen der Vorausberechnungen (Teil I) des 
Bezugsortes und seiner Gezeitengrundwerte 
lassen sich (Teil II, grau unterlegte Zeile) die 
Spring-, Mitt- oder Nippzeit bestimmen. 
Etwaige Unterschiede in der Zeitzone und 
des Seekartennulls zwischen Bezugs- und 
Anschlussort sind bereits in den Gezeiten 
unterschieden inbegriffen. Man erhält also die 
Hoch- und Niedrigwasserzeiten für den Anschluss 
ort ausgedrückt in der Zeitzone, wie sie im Teil II 
für den Anschlussort angegeben ist, ebenso die 
Höhen bezogen auf das Seekartennull am An 
schlussort. Im übrigen gelten bezüglich der Zeiten 
und Höhen die gleichen Bemerkungen wie zum 
Teil I. 
Für manche Anschlussorte liegen nur teilweise 
auswertbare Beobachtungen vor, oder das Gebiet 
fällt bei Niedrigwasser trocken. Für solche Orte 
können die Gezeitenunterschiede nur unvollstän 
dig angegeben werden. Fehlende Daten sind mit 
„* Keine Angaben“ gekennzeichnet. Diese Werte 
können mithilfe benachbarter Orte grob geschätzt 
werden. Es kann auch die Annahme konstanter Steig 
dauer (6 Std 12 Min) und Falldauer (6 Std 13 Min) 
oder die eines Nachbarortes verwendet werden. 
Hierbei ist jedoch grundsätzlich Vorsicht geboten, 
besonders in Flüssen.
	        
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