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Full text: Shelf Geo-Explorer des BSH: meeresgeologisches und geotechnisches Fachangebot für die deutsche Nord- und Ostsee

Abbildung 1: 
Bathymétrie von Nord- und Ostsee 
Von 2009 bis 2011 war das BSH als Kooperations 
partner der BGR in das EU-Projekt "EMODNet- 
Geology" eingebunden und leistete den deutschen 
Beitrag zur ersten harmonisierten Karte der 
Sedimentverteilung auf dem Meeresboden in der 
Ostsee, Nordsee, Keltischen See und Teilen des 
Nordostatlantiks unter der Gesamtleitung des British 
Geological Survey (BGS). Die Karte liegt in einer für 
die Erstellung einer benthischen Habitatkarte modifi 
zierten Folk-Klassifizierung vor und ist über das Portal 
von OneGeologyEurope erhältlich. 
2012 konnte im Rahmen einer Verwaltungs 
vereinbarung mit den Bundesamt für Naturschutz 
(BfN) die systematische hochauflösende Kartierung 
des Meeresgrunds mittels Sonaren in der ausschließli 
chen Wirtschaftszone (AWZ) von Nord- und Ostsee 
gestartet werden. Mit Mitteln des BMU wird in den 
nächsten 10 bis 12 Jahren zusammen mit weiteren 
Partnern des Alfred-Wegener-Instituts für Meeres 
und Polar-forschung (AWI), der CAU, dem IOW, und 
Senckenberg am Meer die Sedimentverteilung mit 
Seitensichtsonar flächendeckend in den NATURA- 
2000-Gebieten und in geeigneter Abdeckung in den 
verbleibenden 70 % der AWZ erfasst. In Abstimmung 
mit dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und 
ländliche Räume (LLUR) und dem Landesbetrieb für 
Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) 
werden die Ergebnisse der entsprechenden 
Kartierung im schleswig-holsteinischen Küstenmeer 
ebenfalls im Shelf-Geo-Explorer künftig vorgehalten. 
Das Fachangebot des Shelf Geo-Explorers ist über die 
Internetseite des BSH unter ww.bsh.de auf dem 
GeoSeaPortal sowie künftig überdas Portal von MDI- 
DE unterdem Stichwort"AufMod"abrufbar. 
MDI-DE Abschlussworkshop 
25./26. April 2013 
(03KIS089-03KIS092) 
Dr.-Ing. Rainer Lehfeldt 
Bundesanstalt für Wasserbau 
Johannes Melles 
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie 
Rund 80 Teilnehmer nahmen am Abschlussworkshop 
zum Forschungs- und Entwicklungs-Projekt "Marine 
Daten Infrastruktur, Deutschland (MDI-DE)" im April in 
Hamburg teil. Mit erheblicher Eigenbeteiligung der 
jeweiligen Behörden wurde in den Jahren 2010-2013 
der Grundstein für die gemeinsame Nutzung von 
verteilten heterogenen Datenbeständen an der 
deutschen Küste und den angrenzenden Seegebieten 
gelegt. Anhand von prototypischen Lösungen wurden 
Internet Dienste aufgebaut, deren inhaltliche 
Harmonisierung durch Arbeitsgruppen wahrgenom 
men wurde, die im Rahmen des Projektes mit 
Vertretern aus den verschiedenen Behörden von Bund 
und Ländern besetzt sind. Die Standard konforme 
technische Umsetzung wird im Fachportal MDI-DE zur 
Nutzung angeboten und von übergeordneten 
Zielsystemen wie dem Geoportal des Bundes erfolg 
reich eingebunden. 
Neben technischen Fragestellungen wurde in den 
Vorträgen des Abschlussworkshops ganz wesentlich 
auf die Bedeutung der MDI-DE im nationalen und 
europäischen Umfeld zur Erfüllung von EU- 
Berichtspflichten mit standardisierten Diensten 
eingegangen. In den Gastvorträgen vom BKG und der 
Europäischen Umweltagentur EEA wurde deutlich, 
dass der jetzt erreichte Entwicklungsstand der MDI- 
DE dem Stand der Technik und den in INSPIRE und 
MSRL formulierten Anforderungen entspricht. Dies 
giltauch fürden Einsatz von Metadaten und sensorba 
sierte Dienste. Mit dem Portal, das durch einen 
Thesaurus und Gazetteerfür Meer und Küste ergänzt 
wird, ist die angestrebte sektorübergreifende 
Informationsplattform eingerichtet. 
In der Abschlussdiskussion wurde betont, dass eine 
Daten Infrastruktur wie die MDI-DE dauerhaft erfor 
derlich ist, um ein nachhaltiges verteiltes 
Datenmanagement in der Küstenzone zu ermögli 
chen. Nach Abschluss des Projekts ist daher der 
Dauerbetrieb dieser MDI-DE Infrastruktur unbedingt 
sicherzustellen. 
Impressum 
Kuratorium für Forschung im Küsteningenieurwesen 
c/o Bundesanstalt für Wasserbau | Wedeier Landstraße 157 | 22559 Hamburg 
KFKI-Geschäftsstelle | t +49 (0) 40-81908-392 | f+49 (0) 40-81908-373 | kfki-sekretariat@baw.de | www.kfki.de 
KFKI-Bibliothek | t +49 (0) 40-81908-378 | kfki-bibliothek@baw.de | webOPAC http://vzb.baw.de 
Online Ressource: http://d-nb.info/995087016 
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