2.3 Wetterlagen
System Nordsee
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Table2-11: Weather-type transitions for base period 1971 -2000 (NCEP). C: Count matrix of
rounded transition frequencies for the climatologicalyear. G: Transition frequencies for 0.
order Markov chain, = RS ¡CSj/364. P(=P 1 ): Transition matrix of 1. order Markov chain,
obtained fromC via Cy/RS/J;m Eigenvector (tt = ttP), stationary (unconditional climatologi
cal) distribution. Entries Pjj( 2 Pij, ePij) of matrix P = P 1 (P 2 ,P 6 ) are conditional probabilities
for transitions ofthe Markov chain from current state s, to state s 7 within 1 (2,6) time Steps
(days). E: Embedded transition matrix (without sojourn times, from CosP for Ca = 0).
Die enorm hohe Häufigkeit der Selbstübergänge und die asymmetrische Matrixstruk
tur (Cy * Cji) sind deutliche Anzeichen für serielle Autokorrelation und Persistenz in der
Wetterlagenabfolge. Die relative Häufigkeit, dass beispielsweise A auf A folgt, ist mit
61/104 = 0,59 3,5-mal so hoch wie diejenige (43/260 = 0,17), dass A nach anderen
Wetterlagen (nicht A oder kurz: !A) auftritt. Die Differenz von 0,42 entspricht dabei dem
Lag-1 Autokorrelationskoeffizienten einer binären Zeitreihe mit A = 1 und !A = 0. Für
die vergleichsweise häufigen Wetterlagen C, SW und NW ergeben sich ähnliche Ver
hältnisse von etwa 4, während diese im Fall von SE und NE bei 10 liegen. Die binären
Autokorrelationen variieren zwischen 0,33 für NW!NW Reihen und 0,49 für SE!SE
Reihen. Ähnliche Resultate liefert das sog. Odds Ratio (Allison und Liker 1982), wel
ches ein von den Randsummen unabhängiges Maß für die Stärke des sequentiellen
Zusammenhangs darstellt. Die Odds oder »Gewinnchancen« für die Abfolge AA sind
das Verhältnis der Häufigkeiten AA zu A!A (61/43 = 1,4), die Odds für die Abfolge !AA
43/217 = 0,2. Das Odds Ratio von 1,4/0,2 = 7,2 besagt demnach, dass die Odds für
die Abfolge AA 7-mal so hoch sind wie für die Abfolge !AA. Das beliebig große OR
lässt sich durch die Transformation TOR = (OR - 1)/(OR + 1) auf den Wertebereich
zwischen -1 und 1 beschränken. TOR variiert zwischen 0,71 für NWNW vs. !NWNW
und 0,92 für SESE vs. !SESE.
Ein einfacher Test auf serielle Unabhängigkeit der Übergangshäufigkeiten ergibt sich
aus der Hypothese, dass die C-Matrix unabhängige Verbundereignisse darstellt, wie
sie beispielsweise der Wettergott mit einem einzelnen nicht ganz echten Würfel ge
neriert haben könnte. Die in diesem Fall zu erwartenden Übergangshäufigkeiten sind
als Matrix G in der Tab. 2-11 wiedergegeben. Die Feldeinträge gy darin sind schlicht
mit der Gesamthäufigkeit (364) multiplizierte Produkte der unbedingten Eintrittswahr
scheinlichkeiten (RS(i)/364) und (CS(j)/364) für die Wetterlagen i und j. Die Teststatis
tik ergibt sich als Summe über die 6 2 Glieder (Cy - gy) 2 /gy und ist x 2 -verteilt mit (6 - 1 ) 2
Freiheitsgraden. Diese Summe liegt mit 309 weit oberhalb des 0,9999 Quantils von
60,14, so dass die Unabhängigkeitshypothese auf einem Niveau < 0,01 % abzulehnen
ist. Den Hauptbeitrag in Höhe von 230 oder 74% liefern die mit Selbstübergängen as
soziierten Hauptdiagonalglieder. Eine zweite hohe Teilsumme von 56 (18%) entsteht
durch erhebliche Abweichungen bei den diametralen Übergängen AoC, NEoSW
und NW <>SE, die in der C-Matrix für beide Richtungen sehr selten oder gar nicht Vor
kommen, sowie durch die deutlich unterrepräsentierten Übergänge ANW und SWA.
Weit naheliegender und realistischer erscheint die Annahme, dass der C-Matrix ein
zeit- und zustandsdiskreter stochastischer Prozess zugrunde liegt - nämlich eine
Markovkette 1. Ordnung auf dem Zustandsraum S = {A,C, NE,SE,SW, NW}. Die Wet-
terlagenübergange werden als Zustandsänderungen der Kette aufgefasst, wobei die
Übergangswahrscheinlichkeit zum unmittelbaren Folgezustand in jedem Zeitpunkt
ausschließlich vom aktuellen Zustand abhängt, so dass die Vorgeschichte bzw. der
Pfad, auf dem der aktuelle Zustand erreicht wurde, für den künftigen Zustand irrele
vant ist. Diese markovsche Eigenschaft der Gedächtnislosigkeit korrespondiert mit