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Full text : Auswirkungen des Elbehochwassers vom Juni 2013 auf die Deutsche Bucht (BSH-Berichte, Nr. 52)

30  I  S  e  i  t  e

Jun-Jul.2013

Jun-Jul.2013

04  08  12  16  20  24  28  02  06  10
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Abbildung  23:  Zeitlicher  Verlauf  der  Metallgehalte  im  filtrierten  Oberflächenwasser  der  Elbe  an
der  Station  Wittenbergen  [ng/L]  (links);  auf  die  Trockenmasse  bezogener  Elementgehalt  im
Schwebstoff  (Mitte)  und  schwebstoffgebundener  Elementgehalt  bezogen  auf  das
Wasservolumen  (rechts).  Vergleichswerte  der  Metallgehalte  im  Filtrat  an  der  Station  STADE
(links)  und  schwebstoffgebunden  an  der  Station  ELBE1  (Mitte  und  rechts)  in  Form  eines
Balkens  (10%-90%  Perzentile  und  Mediane  der  gelösten  Metallgehalte  im  dritten  Quartal  der
Jahre  2000-2012).  Elbe-Abfluss  bei  Seemannshöft  (unterbrochene  Linie,  blau).
Zur  einfacheren  Orientierung  sind  die  in  der  Abbildungsmatrix  zeilenweise  betrachteten
Elemente  von  oben  nach  unten  mit  abnehmender  Partikelaffinität  sortiert  (vergleiche  auch
Abbildung  22).  Die  zeitliche  Entwicklung  der  im  filtrierten  Wasser  gemessenen
Elementgehalte  (links)  zeigt  eine  auffällige  Ähnlichkeit  von  Elementen  mit  ähnlichem
Verteilungsquotienten  zwischen  wässriger  und  partikelgebundener  Phase.  Im  Verlauf  der
Abflusswelle  wurden  am  Scheitelpunkt  der  Flut  die  höchsten,  gelöst  vorliegenden  Gehalte
der  Elemente  mit  einer  hohen  Schwebstoffaffinität  gemessen  (Eisen,  Blei,  Mangan,  Zink).
Dagegen  zeigten  die  Konzentrationen  der  Elemente,  die  eher  im  Filtrat  angereichert  sind,  ihr
Maximum  erst  mit  einer  Verzögerung  von  ein  bis  zwei  Tagen  (Nickel,  Kupfer).
Am  Scheitelpunkt  des  Hochwassers  wurden  die  höchsten  Blei-  und  Eisenkonzentrationen
im  Filtrat  gemessen  (Abbildung  23  links,  Seite  27  oben),  gegenüber  dem  Referenzzeitraum
2000  -  2012  ca.  um  den  Faktor  10  bis  100  angereichert.  Gleichzeitig  wurden  auch  die
höchsten  Schwebstofffrachten  gemessen  (vgl.  Abbildung  24).  Ein  Erklärungsmodell  für
dieses  Verhalten  wäre,  dass  bei  maximalem  Energieeintrag  (Hochwasserscheitel)  und
gleichzeitig  maximaler  Schwebstofffracht,  der  sehr  feine  kolloidale  Eisen-  und  Blei-Anteil
ebenfalls  erhöht  gewesen  sein  könnte  und  dieser  dann  bei  der  Messung  des  Filtrats
zusätzlich  zur  „gelösten  Fraktion“  beigetragen  haben  könnte.
Keines  der  untersuchten  Elemente  überschritt  die  gemäß  Richtlinie  2008/105/EG  zulässigen
Höchstwerte.  Im  weiteren  Verlauf  der  Hochwasserwelle  nahmen  die  Blei-  und  Eisen-Gehalte
schnell  wieder  ab.  Die  im  Filtrat  gemessenen  Konzentrationen  der  anderen  Elemente
(Mangan,  Zink,  Nickel,  Kupfer,  Quecksilber)  überschritten  das  90%  Perzentil  des
langjährigen  Referenzzeitraums  kaum  oder  gar  nicht.
            
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