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„Wir kommunizieren immer Meer“
- Internationale Zusammenarbeit
Das BSH ist die maritime Behörde in Deutschland. Zu seinen Aufgaben gehören ne
ben der Unterstützung von Seeschifffahrt und maritimer Wirtschaft, der Förderung
einer nachhaltigen Meeresnutzung und der Stärkung von Sicherheit und Umwelt
schutz auch Berichtspflichten aus internationalen Verträgen und Vereinbarungen
sowie die Mitarbeiter in nationalen und internationalen Gremien. Es ist dem BSH ein
Anliegen, seine Arbeiten und Aufgaben sichtbar und bekannt zu machen.
Deutschland ist Mitglied im Exekutiv
rat der UNESCO-IOC
Auf der Vollversammlung 2011 In Paris hat
die IOC (Intergovernmental Oceanographic
Commission of UNESCO - Zwischenstaat
liche Ozeanographlsche Kommission der
UNESCO) Deutschland für weitere zwei
Jahre zum Mitglied Ihres Exekutivrates
gewählt. Im Auftrag des Auswärtigen Am
tes der Bundesrepublik Deutschland (AA)
nimmt diese Aufgabe die Präsidentin des
BSH Monika Breuch-Morltz wahr, die auch
die deutsche Delegation vor Ort leitet. Ca.
30 deutsche Wissenschaftler arbeiten ge
genwärtig In den unterschiedlichen Gremi
en der IOC mit. Zu der deutschen Sektion
gehören u.a. mehrere Bundesministerien,
das BSH, der Deutsche Wetterdienst, die
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
und weitere wichtige Meeresforschungs
einrichtungen. Die Federführung hat das
AA.
Die Vollversammlung der IOC beschloss
unter anderem, Maßnahmen zur langfristi
gen Meeresbeobachtung weiter auszubau
en und die Internationale Vernetzung und
den Datenaustausch zu stärken. Dies Ist
unbedingt notwendig, um länderübergrel-
fend wirksame Systeme zur Warnung vor
Naturgefahren wie Tsunamis und Sturmflu
ten zu betreiben und weiter zu verbessern.
Nach dem verheerenden Tsunami Im
Indischen Ozean Im Dezember 2004 en
gagierte sich Deutschland von Anfang an
maßgeblich beim Aufbau eines der Tsuna
mi-Frühwarnsysteme Im Indischen Ozean.
Auch nach der jetzt erfolgten Übergabe an
Indonesien wird das System von Deutsch
land für weitere drei Jahre fachlich unter
stützt. Dabei legt Deutschland besonderen
Wert auf Hilfe zur Selbsthilfe.
Die IOC mit 140 Mitgliedern Ist die wich
tigste UN-Organlsatlon zum Thema
Ozeane. Die Projekte der IOC sind für
die Abwendung bzw. Minderung der
Auswirkungen von Naturgefahren, die
Anpassung an Klimaänderungen und die
Minderung Ihrer Auswirkungen, die Bewah
rung ozeanischer Ökosysteme und für ein
nachhaltiges Management der Ozeane,
Insbesondere der Küsten, von entschei
dender Bedeutung. Als Unterorganisati
on der UNESCO unterstützt die IOC mit
global und regional koordinierten For-
schungs- und Beobachtungsprogrammen
diese Ziele. Die Mitgliedsländer definieren
die Programme und Projekte, die von der
IOC koordiniert werden. Deren Ausführung
und Verlauf überwacht und evaluiert der
Exekutivrat.
Die IOC, die 1960 durch eine Resolution
der Generalkonferenz der UNESCO ein
gerichtet wurde, trat erstmals vom 19. bis
zum 27. Oktober 1961 In Paris zusammen.
Damit schloss die IOC 2011 Ihre Veran
staltungsreihe zum 50-jährigen Bestehen
ab. Die Bundesrepublik Deutschland Ist
Gründungsmitglied der IOC.