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Full text: Jahresbericht 2011 - Energiewende auf hoher See

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,Wir verstehen immer Meer“ - die Meereskunde 
Auf allen Stationen wurde das Oberflä 
chenwasser auf künstliche Radionuklide 
wie Cäslum-137, Strontlum-90, Tritium und 
Transurannuklide (Plutonlum-238, Plutonl- 
um-239+240 und Amerlclum-241) unter 
sucht. Die Ergebnisse aus 2011 liegen 
noch nicht vollständig vor und gehen nach 
Abschluss der Analysen In die Bewertun 
gen durch das Radloactlve Substance 
Committee der OSPAR ein. 
Die Wassertemperaturen In der warmen 
Deckschicht waren Im Mittel etwa 1,5 °C 
kälter als In der Referenzperlode 2000- 
2010, während die Bodenschicht ein sehr 
heterogenes Muster mit Abweichungen 
zwischen +3.0 und -1.5 °C zeigte. Der 
Unterschied zwischen Oberflächen- und 
Bodentemperatur war mit maximal 8 °C 
ebenfalls geringer als In den Vorjahren. Im 
Vergleich zum Vorjahr nahm der Gesamt 
wärmeinhalt der Nordsee geringfügig ab 
und lag knapp unter dem Mittelwert der 
Referenzperlode. 
Bezüglich des Salzgehalts war der Einfluss 
des Atlantiks In 2011 deutlich schwächer 
als In der letzten Dekade. Gleichzeitig hat 
sich der Bereich des salzärmeren Balti 
schen Ausstroms über der Norwegischen 
Rinne In der Oberflächenschicht sehr weit 
nach Westen ausgebreitet und besetzte 
so ein deutlich größeres Volumen. Der 
gesamte Salzinhalt der Nordsee von 
1 099 x 1 012 t war In 2011 mit Abstand 
der niedrigste Wert seit 2001 und wich 
damit um etwa 3,3 Prozent vom Mittel der 
Referenzperlode ab. 
Die Sauerstoffwerte erreichten an den 
meisten Stationen 80-100 Prozent Sätti 
gung. Nur an einer Station Im nördlichen 
Elbeurstromtal wurden Sauerstoffgehalte 
um 60 Prozent Sättigung gemessen. Ab 
60 Prozent Sauerstoffsättigung werden 
die Stoffwechselvorgänge der am Boden 
lebenden Tiere gestört. Bel noch gerin 
geren Sauerstoffgehalten kommt es zur 
negativen Beeinflussung der am Boden 
lebenden Organismen, die bis zum Tode 
führen kann. Die pH-Werte Im Bereich 
zwischen 7,94 und 8,22 waren mit Werten 
der Vorjahre vergleichbar, wobei pH-Werte 
über 8,2 auf Planktonblüten und geringere 
Das irische Forschungsschiff CELTIC EXPLORER 
legte für die 14. Sommeraufnahme des 
BSH rund 4 200 sm zurück
	        
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