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Volltext: Jahresbericht 2023 - Das BSH. Schifffahrt. Klima. Daten. Und viel Meer.

Da 
\ 
Sicherheit für Mensch 
und Schif” 
Der Sturmflutwarndienst des BSH schützt die Menschen an der Küste vor den schwerwiegen- 
den Folgen von Sturmfluten. Durch rechtzeitige Warnungen werden sie in die Lage versetzt, 
sich bestmöglich darauf vorzubereiten. Auch auf See kommt es immer wieder zu unvorherge- 
sehenen Ereignissen. Die erfahrenen Besatzungen an Bord der Forschungs-, Vermessungs- 
und Wracksuchschiffe des BSH unterstützen bei der Bewältigung maritimer Schadenslagen. 
Gleichzeitig leisten die Kolleginnen und Kollegen im Büro durch ihre Berechnungen wertvolle 
Hilfe. Im Bereich der Vermessung engagiert sich das BSH zudem kontinuierlich für eine 
effiziente Nutzung der stark befahrenen Nordsee und Ostsee. Dabei beteiligt es sich aktiv 
an der Entwicklung neuer Standards und Produkte. 
Ein Sturm, zwei Wirkungen: schwere Sturmflut 
an der Ostsee und extremes Niedrigwasser an 
der Nordsee 
"als 
Vom 19. bis 21. Oktober 2023 traf die schwerste 
Sturmflut seit 1872 auf die deutsche Ostsee- 
«üste. In Flensburg erreichten die Wasserstände 
ainen Höchstwert von 2,27 m über dem mittle- 
ren Wasserstand. In östlicher Richtung nahmer 
die Wasserstände ab. 
Die Sturmflut zeichnete sich sowohl durch ihre 
außergewöhnliche Höhe als auch ihre lange 
Dauer aus. In Flensburg dauerte die Situation 
mit Wasserständen über der Sturmflutgrenze 
von +1,00 m über dem mittleren Wasserstand 
atwa 54 Stunden an. Ursächlich dafür war eir 
'anganhaltender Oststurm. In der Nordsee 
“UÜhrte der ablandige Wind zu extrem niedriger 
‚Nasserständen entlana der schleswig-holstei- 
nischen Nordseeküste. Die niedrigsten Wasser- 
stände wurden an der Elbe und in Nordfriesland 
verzeichnet, wo mehrere Pegel sogar trocken- 
Äelen. 
Der Sturmflutwarndienst des BSH spielt eine 
antscheidende Rolle bei der rechtzeitigen War- 
nung von Behörden und Öffentlichkeit. Dazu 
arbeitet er eng mit dem Deutschen Wetter- 
dienst (DWD) zusammen, da neben dem aktu- 
allen Wasserstand auch Windstärke und Wind- 
richtung darüber entscheiden, ob eine Sturmfl ıt 
auftritt. Eine Sturmflut entsteht also nur durch 
das Zusammenspiel aller Faktoren. Seit 2022 
erfolgen Warnungen vor drohenden Sturmfluter 
auch über die Warn-Abps NINA und KATWARN.
	        
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