AMT
Schutz und nachhaltige
Nutzung der Meere
Das BSH setzt sich für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Meere ein. Es fördert
den Küstenschutz wie auch die moderne Schifffahrt und ermöglicht den Ausbau der Off-
shore-Windenergie. Seine Aufgabe besteht darin, Schadstoffe und Emissionen zu überwa-
chen, internationale Regularien und Übereinkommen mitzuentwickeln und in Deutschland
umzusetzen. Bei Verstößen geht es konsequent vor und verhängt entsprechende Strafen.
Dadurch gelangen immer weniger schädliche Stoffe in die Meere.
Von der Luft ins Wasser:
Schiffsabgaswäscher belasten Meere
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Schiffsabgase belasten die Luft in Küsten-
und Hafenstädten. Um Mensch und Meer zı.
schützen, ist der Einsatz von schwefelarmer
der alternativen Kraftstoffen in der Nord-
see und Ostsee vorgeschrieben. Schiffe, die
weiterhin Schweröl nutzen, müssen Schiffs-
abgaswäscher (kurz: Scrubber) einsetzen, ur
den Schwefel aus den Abgasen zu entfernen
Das dabei entstehende Abwasser wird In der
zegel direkt ins Meer geleitet.
ıMm Rahmen des ImpEx-Projekts hat das BSH
erforscht, welche Auswirkungen diese Ein-
‚eitungen auf die Meeresumwelt haben
Jie Ergebnisse zeigen, dass das Abwasse:
sauer ist und verschiedene Schadstoffe ent-
aält, die sich in Organismen anreichern und
Jnter anderem Krebs verursachen können. 7/1!
den Schadstoffen gehören Schwermetalle.
arganische Schadstoffe und Ölrückstände
Weitere Untersuchungen haben ergeben,
dass einige der Proben sehr giftig sind. Daher
wird empfohlen, diese Einleitungen lokal oder
regional zu verbieten
Das BSH hat das Projekt im Auftrag des
Jmweltbundesamts koordiniert. Es wurden
Proben von verschiedenen Scrubbertypen
genommen und von anerkannten Institu-
;#jonen untersucht: der Bundesanstalt für
Zewässerkunde, der Behörde für Umwelt,
<lima, Energie und Agrarwirtschaft und dem
‚nstitut für Hygiene und Umwelt in Hamburg
dem Helmholtz-Zentrum Hereon und der
Jniversität Münster. Auch Reedereien und
ein Hersteller von Messtechnik für Scrubber-
Abwasser haben das Projekt unterstützt
Die Forschung wird im Rahmen des MoSAb
Projekts fortgesetzt. Hier simuliert das BSH
derzeit, wie sich die Schadstoffe aus Scrub-
ser-Abwässern in der Nordsee und Ostsee
verbreiten und mit welchen Maßnahmen sic'-
Schutz und Nutzung der Meere am besten
verbinden lassen. Die Ergebnisse dienen als
Srundlage für Diskussionen in nationalen
regionalen und Internationalen Gremien,
um Mensch und Meer zu schützen
BSH-Mitarbeiter nimmt während der COVID-19-Pandemie
Scrubber-Wasseroroben auf verschiedenen Schiffen.
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Jahresbericht 2023