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Full text: Jahresbericht 2023 - Das BSH. Schifffahrt. Klima. Daten. Und viel Meer.

Zu laut: Unterwasserlärm 
in den letzten Jahren sind in der deutschen Nordsee und Ostsee einige Windparks gebaut 
worden. Dabei nutzten die Betreiber zum Schutz empfindlicher Meeressäuger, wie etwa dem 
Schweinswal, technische Schallminderungssysteme. Der störende Unterwasserlärm betraf zu 
jeder Zeit weniger als 10 Prozent der ausschließlichen Wirtschaftszone, einschließlich an- 
grenzender Naturschutzgebiete. 
Unter Wasser wird es vielerorts zunehmend 
lauter. Vor allem die Schifffahrt, aber auch 
der Betrieb von Offshore-Anlagen verursa- 
chen kontinuierlich Lärm. Zusätzlich entsteht 
vorübergehend Unterwasserlärm durch der 
Bau von Offshore-Anlagen und Sprengun- 
gen von Munition im Meer. Beispielsweise 
Schweinswale können dadurch gestört wer 
den. Das kann zu Verhaltensänderungen, 
Stressreaktionen und Beeinträchtigungen 
ihres Gehörs führen. 
Das BSH genehmigt Offshore-Windparks in 
der ausschließlichen Wirtschaftszone und 
Jberwacht den Unterwasserlärm bei Bau- 
vorhaben in deutschen Meeresgewässern. 
Seit 2017 betreibt es das Fachinformations- 
system MarinkARS. Es enthält den weltweit 
3rößten Datensatz zu Unterwasserlärm aus 
dem Monitoring von Offshore-Vorhaben 
3asierend auf MarinEARS meldet das BSH 
‚Ahrlich impulshafte und kontinuierliche 
Schalleinträge an das europäische Schall- 
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Zusätzlich erfasst das BSH kontinuierlich 
den Unterwasserlärm an 6 Messstationen 
in den deutschen Meeresgewässern. Im 
Rahmen des EU-Projekts JOMOPANS entwi- 
zkelte das BSH zusammen mit 10 Instituten 
aus / Ländern ein Messprogramm, um den 
Unterwasserlärm in der Nordsee gemeinsam 
„u erfassen. Nun koordinieren Deutschland 
Jnd die Niederlande das Programm Inner- 
halb von OSPAR. Mit dabei: BSH-Expertin 
Dr. Carina Juretzek als Co-Vorsitzende der 
Untergruppe zur Überwachung des Umge 
oungslärms. 
Seit 2008 müssen beim Bau von Windener- 
gieanlagen In deutschen Meeresgewässerr 
_ärmschutzgrenzwerte verbindlich einge- 
naalten und seit 2011 technische Schallmin- 
Jerungssysteme standardmäßig eingesetzt 
werden. Auch die Internationale Seeschiff- 
rahrtsorganisation verabschiedete im Jahr 
2023 neue Richtlinien, um den schifffahrts- 
bedingten Unterwasserlärm zu verringern. 
Das BSH war aktiv an dem Prozess beteiligt 
Jnd unterstützt die Umsetzung In Deutsch- 
land, unter anderem mit einem Runder 
Tisch. 
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Jahresbericht 2023 
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