Zu weit weg von zu Hause: Nicht-
einheimische Arten
in der deutschen Nordsee wurden von 2016 bis 2021 insgesamt 12 neue nicht-einheimische
Arten entdeckt. Bisher sind 126 solcher Arten bekannt. In der deutschen Ostsee wurden
insgesamt 76 nicht-einheimische Arten identifiziert, davon sind 9 neu hinzugekommen. Der
Klimawandel könnte das Problem verschärfen, weil eingeschleppte Arten durch die Erwär-
mung dauerhaft geeignete Lebensbedingungen vorfinden könnten.
Arten gelangen oft durch Bewuchs (soge-
nanntes Biofouling) oder im Ballastwasser von
Schiffen an Orte, an denen sie natürlicher
weise nicht vorkommen. Manchmal werden
nicht-einheimische Arten auch gezielt ange-
sledelt, um sie In Aquakulturen zu züchten.
Neue Arten können einheimische Arten ver-
drängen und die Artenvielfalt verringern. Dies
«ann zum Beispiel in der Fischerei zu wirt-
schaftlichen Verlusten führen und gelegent
lich sogar eine Gefahr für die menschliche
Zesundheit darstellen
Das BSH arbeitet daran, den Eintrag von
nicht-einheimischen Arten durch Schiffe ir
Nordsee und Ostsee zu reduzieren, inderr
as Internationale und regionale Prozesse
Unterstützt. Darüber hinaus verfolgt das BSt
Jerstöße gegen das internationale Ballast-
wasser- Übereinkommen und hat die interna-
cionalen Biofouling-Richtlinien mit überarbei
tet, die Im Jahr 2023 verabschiedet wurden
Seit 2019 veranstaltet das BSH zusammen
mit dem Verband Deutscher Reeder einen
erfolgreichen Runden Tisch zum Thema Bio
"ouling, an dem verschiedene Interessens-
gruppen teilnehmen
So karn "iofoulina an einem Soortboot aussehen