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Volltext: Jahresbericht 2023 - Das BSH. Schifffahrt. Klima. Daten. Und viel Meer.

Zu viel des Guten: Nährstoffe 
Die deutschen Gewässer der Ostsee und 87 Prozent der Nordsee sind überdüngt. Nur 
13 Prozent sind in gutem Zustand. In der Ostsee hat sich der Zustand in der Kieler Bucht, 
der Mecklenburger Bucht und im Arkona-Becken leicht verbessert. In den Mündungsge- 
bieten der meisten deutschen Flüsse sind die Konzentrationen von Stickstoff und Phosphor 
deutlich zu hoch. 
Alüsse tragen Nährstoffe aus der Landwirt- 
schaft und aus ungeklärten Abwässern in 
die Meere. Auch über die Luft gelangen sie 
aus dem Straßen- und Schiffsverkehr ins 
Meer. Dort führen sie zu einem übermäßigen 
Wachstum von Algen. Beim Abbau der Algen 
kann es zu einem Sauerstoffmangel in der 
‚iefe kommen. Das beeinträchtigt vor allem 
die Tiere am Meeresboden, aber auch Fische 
leiden darunter 
Das BSH überwacht die Konzentrationen var 
Nährstoffen, Sauerstoff und Chlorophyll in 
den deutschen Meeresgewässern. Die BSH- 
Schiffe sind regelmäßig für Messungen In der 
Nordsee und Ostsee unterwegs. Dabei wer- 
den auch zahlreiche Proben genommen. Die 
Jroben werden anschließend im BSH-Labor 
analysiert. Die Daten sind die Grundlage, um 
den Zustand der Meere zu bewerten - auch 
aternational. 
Jm die Überdüngung der Meere zu ver- 
ingern, müssen vor allem die Einträge über 
die Flüsse und aus der Luft reduziert wer- 
den. Deshalb überwacht das BSH auch die 
Schiffsabgase in den deutschen Gebieter 
Außerdem setzt sich das BSH dafür ein, dass 
weniger Stickoxide und Ammoniak von Schif- 
°en In die Luft gelangen. 
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„Im Projekt IMonEP haben wir innovative Messmethoden für 
Nährstoffe und Mikroalgen In der Nordsee verglichen. Die 
besten Ergebnisse erzielten wir durch die Kombination von 
Daten aus unterschiedlichen Verfahren. Dazu zählen Satelli- 
ten, Messbojen und Schiffe sowie genetische Analysen und 
Modellierungen von Ökosystemen. So können wir den Zustand 
der Meeresgewässer fernab der Küste viel besser erfassen“ 
Annika Grage, BSH-Wissenschaftlerin und Co-Leiterin der BLANO-Facharbeitsgruppe EuNGP 
Das Projekt-Team nimmt mit der Hilfe eines großen Netzes 
Proben von Mikroalgen und winzigen Tieren aus dem Meer 
Im Fokus: Wie geht es Nordsee und Ostsee? 
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