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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 51 (1923)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1923. 
Dlängen!) der Einzeltage gewonnen sind. Die geringen Gewichte p (p = 1 würde 
besagen, daß die Wetterlage stets am gleichen Datum vorkäme, p = 0, daß sie 
sich über das Jahr gleichmäßig verteilt) zeigen, daß dem mittleren Datum keine 
große Bedeutung zukommt. Man kann deshalb auch ohne merklichen Fehler die 
Abweichungen von NN auf solche vom Jahresmittel (1898/99) reduzieren, was in 
Tabelle 3, geschehen ist, wobei noch die vier westlichen, die beiden mittleren und 
die beiden östlichen Stationen zusammengefaßt sind, 
Tabelle 3. 
Wetter- 
lage 
Westl. 
Mittl. | 
Östl. 
Bezogen 
auf 
— 102 | — 141 + 26 NN, 
— 671 — 621 138 JM. 
4132 | +225 | +308 N. 
W+ | Lie7 | 77 | 149 | JM. 
N | —173 | — 43 | —+206 | W.N. 
= "as! — 91 | + &7 3m. 
+249 | -L234 | 4147 t 17 N. 
N+ | —+284 | + 186 | 
Wetter- 
laye 
A 
Lad 
Westl. | Mitt. | Östl, 
— 25 | + 38 | +79 NN. 
+10 — 10) — 80 JM 
26) | DR ha 
tal 2) ME 
ZB pe pe 
Bezogen 
auf 
Als Ergebnis der Untersuchung ist zu betrachten: 
Faßt man bestimmte Wettertypen ins Auge, so sind die Wasser- 
stände der deutschen Ostseestationen nicht vom Luftdruck allein, sondern, 
und in viel höherem Maße, jenen Einfluß fast verdeckend, von den Wind- 
verbältnissen abhängig. 
Das gilt zunächst natürlich nur für den zugrunde gelegten Zeitraum 
(1898/99). Es ist aber unwahrscheinlich, daß die Hinzunahme weiterer Jahrgänge 
das Ergebnis wesentlich ändern würde?), 
Daß andererseits der Einfluß des Luftdruckes vorhanden ist, haben Kühnen 
a. a. O0. und Verfasser?) sichergestellt. 
Automatisches Steuern. 
Im März-Heft der Zeitschrift „De Zee“ 1923, S. 153 teilt Herr Gall die 
Beobachtungen mit, die an einem Anschützschen Selbststeurer auf dem Dampfer 
„Prins der Nederlanden“ der Dampfschiffahrtsgesellschaft Nederland gemacht 
worden sind. Über deren Ausführung wird mitgeteilt: „Es war kein Kurs-Selbst- 
schreiber an Bord; darum wurde auf jeder Wache ein- oder zweimal eine Viertel- 
stunde lang jede halbe Minute aufgezeichnet, wieviel Grad und Zehntelgrad das 
Schiff aus dem Kurs lag; mitunter wurden auch die Maxima der Abweichung 
notiert; dies geschah bald, wenn der Automat nach dem Kreiselkompaß steuerte 
(AG), bald wenn ein Rudergänger nach dem Kreiselkompaß (RG), bald wenn er 
1) Diese habe ich mir zu diesem Zwecke dreistellig für jeden Tag eines Gemein- und Schalt- 
jahres berechnet; ganz streng müßte natürlich jedes Jahr individuell behandelt werden, Das schien 
hier nicht nötig. 
2) Nur als Fußnote soll hier die Darstellung der Wasserstände als lineare Funktionen der 
Stationsabstände S (Travemünde = 1, Memel == 8) gegeben werden: 
W—: —1474+32 + (22 414) 8 N—: — 27481 + (52 4 35)5S 
W+: + 73427 + @28+12)8 N-+: +266 433 — (13 + 14)5 
Jahr: — 122 + 32 + (321 + 14) 5, 
bezogen auf NN. * . 
Die Ergebnisse ändern sich nicht, wenn man die drei Jahresteile einzeln für sich bearbeitet, 
3) Über den örtlichen Einfluß von Luftdruck und Wind auf den Wasserstand der Ostsee; 
Ann. d. Hydr. usw., 44. Jahrg., S. 478—477; 45, Jahrg,, 8. 227—232; 48. Jahrg., S. 293-—296, Vgl. 
auch Petermanns Mitt., 66, Jahrg., S. 157—158.
	        
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