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Full text : Wasserstände bei Sturmfluten entlang der nordfriesischen Küste mit den Inseln und Hallingen

Die  Küste,  76  (2009),  205-224

209

2.2  Windstauanalyse
Es  wird  davon  ausgegangen,  dass  sich  der  beobachtete  Windstau  h  mit  Hilfe  eines
konstanten  Glieds  b 0 ,  den  Regressionskoeffizienten  b i  und  den  unabhängigen  Variablen
Windgeschwindigkeit  W i  und  Windrichtung  <p ;  mit
h i  =  b^+b^Wr  sin(^ i )3A 2 fFfcos(^ i )+h 3 fF/sin(^ i )3A 4 fE i :i cos(^ i )+<?i  (3)
beschreiben  lässt  (Baehrens  et  ah,  2003  und  Müller-Navarra  et  ah,  1999).  Mit  Hilfe  der
Methode  der  kleinsten  Quadrate  wird  die  Zielfunktion
=  X  [hyl/L+h,h / r’sin((i> i )+h 2 h / | xos((i> i )+hJ'i / i ? sin((i> i )+h 4 h / i ? cos((i> i ))] 2  —>  min!  (4)
i=i  i=1
bestimmt.  Als  globales  Gütemaß  zur  Prüfung  der  Regressionsfunktion  wird  der  mit  Hilfe
der  Residuen  e ; ,  der  Anzahl  der  Beobachtungen  N  und  der  Anzahl  der  Regressoren/  zu  ermittelnde ­
  Standardfehler

herangezogen.  Dieser  gibt  an,  welcher  mittlere  Fehler  bei  Verwendung  der  Regressionsfunktion ­
  zur  Schätzung  der  abhängigen  Variablen  h  gemacht  wird.  Als  Maß  zur  Prüfung  der
Regressionskoeffizienten  wird  der/»-Wert  verwendet.  Mit  dem  empirischen  t-Wert

=  h
^ emp  Sbi

(6)

und  dem  theoretischen  i-Wert  i tab  der  Student-Verteilung  wird  bei  einer  vorgegebenen  Vertrauenswahrscheinlichkeit
  von  95  %  und  der  Anzahl  der  Freiheitsgrade  /  der  Einfluss  der
unabhängigen  Variablen  als  signifikant  erklärt,  wenn  |i  |  >  i tab .  Dabei  gibt  der  /-Wert  die
zweiseitige  Überschreitungswahrscheinlichkeit  für  den  empirischen  i-Wert  an.
Zunächst  wird  untersucht,  welcher  Wind  als  repräsentativ  für  die  Deutsche  Bucht  anzusehen ­
  ist  und  welcher  Wert  dabei  als  stauwirksam  für  Sturmfluten  gilt.  Dabei  wurden  bisher
unterschiedliche  Ansätze  verfolgt.  Während  Tomczak  (1952)  für  die  Berechnung  der  Windstauunterschiede ­
  an  der  Schleswig-Holsteinischen  Westküste  die  Wettermeldungen  der  Feuerschiffe ­
  Borkumriff,  Außenjade,  Elbe  1  und  Amrumbank  sowie  der  Station  Helgoland
nutzte  und  dabei  als  stauwirksam  den  Wind  annahm,  der  in  den  letzten  vier  bis  fünf  Stunden
vor  dem  Hochwasser  an  der  nordfriesischen  Küste  herrschte,  verfolgen  Müller-Navarra
et  al.  (1999)  einen  empirischen  Windstauansatz  anhand  der  Feuerschiffe  Ems,  Elbe  und  Deutsche ­
  Bucht  sowie  der  Station  Helgoland,  der  den  Wind  der  dritten  vollen  Stunde  vor  Eintritt
des  Hochwassers  berücksichtigt.
Für  die  Windstauanalyse  im  Bereich  Nordfriesland  werden  die  Aufzeichnungen  der
Windmessstationen  Ems,  Unbemanntes  Feuerschiff  (UFS)  Deutsche  Bucht,  Helgoland,  List
auf  Sylt  und  Sankt  Peter-Ording  vektoriell  gemittelt.  Dabei  wird  die  Station  Helgoland  nur
berücksichtigt,  wenn  sowohl  Ems  als  auch  UFS  Deutsche  Bucht  keine  Werte  aufgezeichnet
            
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