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Volltext : 36: Beobachtungen auf den deutschen Feuerschiffen der Nord- und Ostsee im Jahre 1972 sowie Monatsmittelwerte von Temperatur und Salzgehalt des Jahres 1972

Aufgaben  und  Probleme  der  Bibliothek

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ein  Sach-  sowie  ein  Geographischer  Katalog  getrennt.  Das  Wachstum  der  Bücherei
hängt  nicht  allein  von  der  Höhe  des  Vermehrungs-Etats  ab.  Der  Wert  unserer
Bibliothek  steht  und  fällt  vielmehr  mit  der  Pflege  der  Fachliteratur,  dem  maritimgeophysikalischen ­
  Schrifttum,  wie  oben  im  Zusammenhang  mit  der  Dokumentation ­
  näher  ausgeführt  wurde.  In  diesem  Sinne  ist  alles  Wesensfremde  von  der
Bibliothek  fernzuhalten.  Durch  engherzige  Auslegung  des  §  65  der  Reichshaushaltsordnung, ­
  wonach  alle  entgeltlich  oder  unentgeltlich  erworbenen  Bücher  in
den  Zugangsbüchern  nachzuweisen  sind,  hätte  sich  deshalb  in  den  100  Jahren
eine  Menge  fremder  Literatur  zum  hydrographischen  Schrifttum  gesellt,  wenn
nicht  verantwortungsbewußte  Bibliothekare  zu  gegebener  Gelegenheit  die  Bestände ­
  bereinigt  hätten.  In  Abb.  5  sind  auf  der  Abszisse  die  Jahre  angegeben.  Zu

Abb.  5.  Verluste  und  Bereinigung  des  Bibliotheksbestandes  in  Prozent  des  Erwerbs

jedem  Jahr  ist  vermerkt,  wieviel  Prozent  der  Bücher,  die  damals  eingingen,
1968  nicht  mehr  vorhanden  waren.  Das  Bild  ist  plausibel:  Je  älter  der  Zugang,
desto  mehr  hat  er  sich  gelichtet.  Erstaunlich  ist  jedoch  der  gleichmäßige  Verlauf
der  Kurve,  der  in  erster  Näherung  eine  Bereinigung  von  2%o  im  Jahre  erkennen
läßt,  d.  h.  in  500  Jahren  wird  von  den  einst  aufgestellten  Büchern  keines  mehr
erhalten  sein.  Die  ausgleichende  Gerade  läßt  eine  Unstetigkeit  im  Jahre  1945
erkennen.  In  dem  Sprung  um  10,8%  kommen  die  Kriegsverluste  durch  Bombeneinwirkung ­
  zum  Ausdruck.  Im  übrigen  ist  das  Diagramm  das  Ergebnis  einer
Generalinventur.  Diese  umfangreiche  Arbeit  wurde  von  der  Besatzung  unserer
Schiffe  während  einer  winterlichen  Werftliegezeit  bewältigt.  Eine  so  generelle
Bereinigung  des  Bestandes,  wie  die  Abb.  5  erkennen  läßt,  wird  in  Zukunft  nicht
mehr  erforderlich  sein.  Wir  erwerben  nämlich  jetzt  die  hydrographische  Literatur
„gezielt":  Von  den  5000  Publikationen,  die  die  Hydrographische  Dokumentation
pro  Jahr  erfaßt,  sehen  die  Dokumentäre  die  Literaturzitate  („References“)  durch.
Es  wird  an  Hand  der  Dokumentationskataloge  geprüft,  ob  das  zitierte  Schrifttum ­
  in  unserer  Bibliothek  vorhanden  ist  (Rückwärtskatalogisierung);  die  nicht
vorhandenen  Publikationen  werden,  meist  im  Schriftenaustausch,  beschafft.  Auf
diese  Art  erhält  unsere  Bibliothek  alle  hydrographischen  Veröffentlichungen,  mehr
als  %  davon  innerhalb  zweier  Jahre  nach  dem  Erscheinen.  Daneben  besteht  in
unserer  Bibliothek  die  klassische  Beschaffungspolitik  wissenschaftlicher  Bibliotheken: ­
  Kauf  der  Neuerscheinungen,  die  der  Buchhandel  anbietet  oder  die  auf
            
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