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Full text: 35: Beobachtungen auf den deutschen Feuerschiffen der Nord- und Ostsee im Jahre 1971 sowie Monatsmittelwerte von Temperatur und Salzgehalt des Jahres 1971

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Michler, H.: Beobachtungen mit dem Libellensextanten auf D. „Arucas‘“ im Mai 1933. 257 Für die Auswertung ist das ge- | | | mittlere Abweichung samte Beobachtungsmaterial — etwa Abweichun +0 bis 5} 30 Reihen — von fünf verschiedenen __ 6 heller Beobachtungen Beobachtern benutzt worden; Zzu- , ° ° gunsten des Libellensextanten sei ge- Moe | A | 4 | 5 sagt, daß keinerlei Auswahl oder Aus- 7 ° ° ; sonderung schlechter Reihen oder Werte erfolgte. — Die von vornherein zu Übungs- zwecken bestimmten Beobachtungen blieben, auch bei gutem Ergebnis, unberück- sichtigt. Die Abbildungen einiger Beobachtungsreihen (Tafel 35) ergeben ein getreues Bild des gesamten Materials; wegen der besseren Übersicht wurden nur solche Reihen ausgewählt, bei denen keine gleichzeitigen Messungen von Kimmabständen erfolgten. Abb. 1 — Reihe 10 — stellt das typische Ergebnis dar mit normalem Beobachtungsverlauf, nur 50% der Messungen liegen innerhalb der zulässigen Fehlergrenze von + $. Abb. 2 — Reihe17 — zeigt die beste auf See gewonnene Meßreihe mit 79% unter -+- 5. Die Abb. 3 bis 5 — Reihe 23, 25 und 26 — zeigen 3 Reihen von verschiedenen Beobachtern unter gleichen, verhältnismäßig günstigen Bedingungen. Die Ergeb- nisse von 68%, 64% und 67% sind übereinstimmend, hätten aber bei dem nur leicht stampfenden Schiff und Berücksichtigung des Azimutes erheblich besser ausfallen müssen. Die mittlere Abweichung von etwa 4’ bei diesen 3 Reihen ist in Anbetracht der günstigen Beobachtungsverhältnisse noch zu hoch. . Dagegen sind die Reihen 15 und 16 — Abb. 6 und 7 — bei zeitweise schwer stampfendem Schiff gemacht. Diese beiden Reihen zeigen deutlich, wie vollkommen unkontrollierbar die Fehler schon bei etwas stärkerem Wind und Seegang auf diesem 3300 B.-R.-T. großen Schiff wurden. Bei Reihe 15 gelang von 18 Ein- stellungen nur eine innerhalb der Fehlergrenze; bei der zeitlich unmittelbar anschließenden Reihe 16 war das Ergebnis mit 50% erheblich besser. Beide Reihen zeigen jedenfalls deutlich, wie die Messungen bei einiger Schiffsbewegung vollkommen vom Zufall abhängig sind. Abb. 8 — Reihe 11 — stellt die beste Hafen beobachtungsreihe dar, selbst hier überschreiten noch 2 von 20 Messungen — also 10% — die für Beobachtungen auf See festgesetzte Grenze. Zwar handelt es sich um die beiden ersten Messungen der Reihe, die immerhin vielleicht durch eine gewisse „Anfangsunsicherheit“ beeinflußt sein mögen, wenn auch allgemein eine Unsicherheit gerade am Anfang der Beobachtungen nicht festzustellen war. Die bei nahezu allen Seebeobachtungen zu findenden großen Ausschläge von Abweichungen über 10’, ja in nicht wenigen Fällen sogar von über 20’ sind meines Erachtens fast ausschließlich auf die schon eingangs näher erwähnte Bremsung der Beschleunigungsbewegung der Libellenblase zurückzuführen; zu- mal nicht selten gerade die bei der Beobachtung als gut gelungen bezeichneten Messungen sich bei der dann folgenden Auswertung als fehlerhaft erwiesen. Eine Stetigkeit in der Verteilung der größten und kleinsten Fehler auf be- stimmte Beobachtungsabschnitte war nicht festzustellen, vielmehr treten gute und schlechte Messungen bei den einzelnen Reihen an vollkommen verschiedenen Stellen auf, was eben den unberechenbaren Einfluß der Beschleunigung bestätigt. Außer diesen Beobachtungen längerer Reihen wurden, wie eingangs erwähnt, auch eine Anzahl Einzelmessungen von Mond-, Planeten- und Fixsternhöhen ge- macht, das Auswertungsergebnis hielt sich vollkommen im Rahmen der bei den Reihenbeobachtungen gemachten Erfahrungen, Will man nun in der Praxis im Ernstfalle vom Libellensextanten Gebrauch machen, so dürften, selbst unter günstigen Beobachtungsverhältnissen, nie Einzel- messungen oder Dreierbeobachtungen gemacht werden, Es wäre vielmehr ähnlich wie bei den geschilderten Versuchen auf D. „Arucas“ zu verfahren. Die Länge der Beobachtungskurve und deren zu erwartender Wert muß immer von den Bedingungen des Augenblicks abhängen. Größe und Beladungszustand des Schiffes, Stärke der Schiffsbewegung und deren Richtungswinkel zum Azimut sind
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