100
y(h) [nT 2 ]
t
8000
7200
6400
5600
4800
4000
3200
2400
1600
800
0
0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 —►h[km]
Abb. 5.6: Experimentelles Variogramm der magnetischen Anomaliedaten für die
Richtungen E-W, N-S, NE-SW, NW-SE und das angepaßte Potential
modell mit elliptischer Basis CC Q : Nugget-Varianz, C: Schwellenwert,
a: Reichweite, ¥ : Anisotropiewinkel, k : Anisotropiekoeffizient)
5.1.4 Beträge zur Interpretation der Bouguer-Anomalien
5.1.4.1 Die Bouguer-Isanomalenkarte
Für die Darstellung in Form von Isolinien wurden die Schwerewerte mit der Fehler-
Kokriging-Methode auf ein rechtwinkliges E-W, N-S-orientiertes Datengitter interpoliert.
Der Abstand zwischen den Knotenpunkten des Gitters ist äquidistant und beträgt 5 km.
Die Anwendung des Fehler-Kokriging- statt des normalen Kriging-Verfahrens ermöglicht
die Eliminierung des bei der Strukturanalyse (5.1.3) festgestellten Fehlers der Meßwerte
(vergl. auch 4.4.3). Für die Schätzung jedes Datengitterpunktes wurden 50 Datenpunkte
aus der unmittelbaren Nachbarschaft des jeweiligen Gitterpunktes herangezogen ("glei
tende Nachbarschaft", vergl. 2.3.3). Die relativ hohe Anzahl von 50 Datenpunkten
gewährleistet, daß die Dateninformation aus dem gesamten Einflußbereich, also aus dem
Bereich, der durch die Reichweite des Variogramms (siehe 5.1.3) begrenzt wird, zur
Interpolation beiträgt (vergl. auch 4.4.2).
Abb. 5.7 zeigt die Bouguer-Anomalien im Bereich der Uweinat-Safsaf-Schwelle, dar
gestellt mit einem Isolinienintervall von 5 mgal. Zusätzlich eingezeichnet sind die Meß
profile mit den Meßstationen, die bei der Interpolation benutzt wurden. Abb. 5.8 zeigt
die Standardabweichung der Bouguer-Anomalien, aufgetragen mit einem Isolinieninter
vall von 1 mgal. Man sieht, daß die Standardabweichung schon in kurzer Entfernung von
den Profilen rasch ansteigt. Zwischen den Profilen erreicht der Schätzfehler Werte, die