Meereskundliche Dienste
- das „voluntary-observing-ship“-Programm der
WMO (VOS)
- radiologische Küstenstationen an Nord- und
Ostsee (IMIS)
- weltweite Klimabulletins (CLIMAT), monatliche
Mittelwerte
- Klartextinformationen von Dienststellen anderer
Nationen
Diese Daten unterstützen die operationeilen
ozeanographischen Dienste des BSH wie Was
serstandsvorhersage- und Sturmflutwarndienst,
Eisdienst, Temperaturverteilungskarten und die
radiologische Überwachung. Außerdem werden
bestimmte Messwerte für die Überwachung der
meeresklimatischen Verhältnisse im nordatlanti
schen Ozean herangezogen.
Deutsches Ozeanoqraphisches Datenzentrum
(DOP)
Das DOD soll als nationales Archiv ozeano-
graphische Messdaten und die dazugehörenden
Informationen deutscher Forschungsreisen sam
meln, prüfen, aufarbeiten, archivieren und so die
langfristig gesicherte Verfügbarkeit garantieren.
Als ein wesentliches Werkzeug dazu nutzt das
DOD seit 11 Jahren die gemeinsam mit dem Um
weltbundesamt (UBA) betriebene Meeresumwelt-
Datenbank (MUDAB).
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im BSH
und im UBA erzwangen eine Analyse des Ist-Zu-
standes der Datenverarbeitung und die Suche
nach Optimierungspotentialen und Reduktion der
Leistungen auf die Kernaufgaben. Es wurde ein
Mehrjahresprogramm erarbeitet, das durch drei
Maßnahmen den langfristigen Bestand der MU
DAB sichern soll:
• Technische Aufrüstung der MUDAB mit Einbe
ziehung von Modulen für Qualitätssicherungs-
Angaben und für biologische Daten,
• Regelung der Datenbereitstellung durch die
Datenoriginatoren (Termine, Formate, Inhalte),
• Reduktion der Produktpalette auf Standardpro
dukte.
Diese Maßnahmen flössen ein in den Ent
wurf einer neuen Verwaltungsvereinbarung zur
MUDAB zwischen BSH und UBA, die die beste
hende Vereinbarung ablösen soll.
Mit der intensiven Aufarbeitung des Bestan
des an CTD-Daten (Conductivity, Temperature,
Depth) wurde 1999 im DOD begonnen. Sie wur
den gesichtet, aufbereitet und in ein einheitliches
Format (SDAF-Format) konvertiert. Diese Daten
wurden 1999 dem Weltdatenzentrum und dem
ICES zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus
wurde mit dem Laden der aufbereiteten CTD-Da
ten in die MUDAB begonnen.
195 Datenanfragen wurden 1999 beantwortet.
Hervorzuheben sind umfangreiche Anfragen und
Arbeiten für die Europäische Umweltagentur.
Durch den Einsatz der MUDAB-Eingangs-
datenbank (Sedimente) konnten ein erhöhter
Durchsatz erreicht werden und zusätzlich zu den
aktuellen Daten (1998) ältere Daten der Radioak
tivität der Jahre 1990/91 sowie die Daten des
ZISCH-Projektes (Metalle im Sediment und in den
Schwebstoffen) aus den Jahren 1986/87 in die
MUDAB aufgenommen werden.
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