accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Copernicus für das Umweltmonitoring

5-1 WAS SIE VOR DER VERARBEITUNG WISSEN SOLLTEN 
5.1.4 NDVI 
Für die Identifizierung und Spezifizierung von Pflanzen ist der charakteristi 
sche Unterschied zwischen dem sichtbaren und dem infraroten Spektralbereich 
besonders wichtig. 
So nimmt der Reflexionsgrad blattreicher Pflanzen mit Prreichen des nahen 
Infrarot (NIR > 700 nm) stark zu, was auf die spezifischen Reflexionsmerkma 
le des zellulären Blattgefüges und der internen Wasserversorgung zurückzu 
führen ist. Dies ist z. B. für die Identifizierung von kranken oder gestressten 
Pflanzen wichtig, da gesunde Blätter im nahen Infrarot stark reflektieren, wo 
hingegen kranke oder gestresste Pflanzen die infrarote Strahlung stark absor 
bieren, so dass man beispielsweise kranke oder gestresste Pflanzen in einer 
Baumgruppe identifizieren kann (siehe Abbildung 5.8). Auch die Unterschei 
dung von Laubbäumen und Koniferen ist möglich, da Laubblätter im nahen 
Infrarot deutlich mehr reflektieren als Nadeln. 
Somit kann das Maß der Reflexion im nahen Infrarot als Vitalitätsfaktor oder 
als ein Maß für die photosynthetische Aktivität für vegetationsökologische Be 
trachtungen herangezogen werden, was man sich beim „Normalized Difference 
Vegetation Index" (NDVI) zunutze macht, der auf Basis der Wellenlängenberei 
che Rot und Nahes Infrarot mit der Gleichung 
NDVI = berechnet wird. (5.1) 
(NIR + Rot) 0 ' 
Mit dem NDVI lassen sich mit Vegetation bedeckte Bereiche und ihre Vitalität 
besonders gut identifizieren. 
K 
Gesundes Blatt Gestresstes Blatt Totes Blatt 
(a) Gesunde Pflanzen reflektieren stark im infraroten 
Bereich des Spektrums und absorbieren im blauen 
und roten Spektralbereich 
(b) NDVI für verschieden alte 
Blätter. 
Abb. 5.8: Je gesünder eine Pflanze ist, desto höher ist die Reflexion im nahen Infrarot 
bereich. Bildquelle: http://physicsopenlab.org/2017/01/30/ndvi-index/
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.