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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1916.
88° 11’ — 2901678, d. ij. aber 1 (sec 88° 2’ + sec 88° 1’). Da er aber den Anfangs-
wert 88° 1’ nur mit 13945.4 angibt, während er nach Mendoza 13945.2 und nach
Lastman 13945.4 heißt, ist nicht anzunehmen, daß er die Tafel selbst berechnet
hat. Bathe berichtet dagegen: »Daß diese Tafel noch im wesentlichen auf
die von Jonas Moore zurückgeht, zeigt die Bemerkung von Kl. de Vries, daß
sie durch die Addition der Sekanten der halben Minuten hergestellt ist, nämlich
von 1), 13, 212 usw.« Tatsächlich gibt Vries in der Tafel von 89° bis 90° die
Werte aus Lastman und die strengen Werte, die schon vor Mendoza von W. Wilson
und J. Robertson veröffentlicht waren.
Girolamo Albrizzi, Introduzione all’ arte nautica, Venedig 1715. Die Tabula
delle Parte Meridionali soll nach Riga del Gunters entworfen sein. Die Zahlen, die
von 4’ zu 4’ ohne Dezimalen mitgeteilt werden, sind nicht aus Gunter entnommen.
Bis auf eine Anzahl Druckfehler stimmen sie mit Wright überein, worauf schon
die Werte 12521, 13920, 16318 schließen lassen. Dann stimmen sie bis 89° 56’ zum
Teil mit Lastman, stellenweise weichen sie stark ab. Der charakteristische Druck-
fehler 20075 (Lastman), der uns später noch beschäftigen wird, findet sich auch
in dieser Tafel. Über die zweite Tafel dieses Werkes habe ich schon bei Be-
sprechung der Tafel von Dechales berichtet.
Es scheint daher, als ob nur Gunter das Mittel der Sekanten zur Berech-
nung der M. P. benutzt hat. Bathe hat diese Berechnungsart gar nicht er-
wähnt. Wie vorsichtig man Zitate aus den Büchern verwerten muß, zeigt
folgendes Beispiel. Samuel Sturmy (The Mariners magazine, London 1669)
schreibt S, 166: »Now how Mr, Gunter’s and Mr. Norwood’s Tables are made,
which are true Meridional parts, is by the help of Mr. Edward Wright’s Tables
»f Latitude. Mr. Gunter’s is an Abridgement, consisting of the Quotient of every
sixth number, divided by six and two Figures cut off; Mr, Norwood’s Tables of
M, P. is an Abridgement of Mr. Wright’s Tables of Latitudes, namely every sixth
number cutting off four Figures to the right hand. My tables are also an abrid-
zement of Wright’s, cutting of the three last figures.« Er drückt die M, P. dann
in Leagues aus, da er noch keine Seekarte mit mehr als 6 Teilen des Grades
gesehen hat, außer in Wright’s Buche!), Ein Auszug aus der Tabelle möge hier
folgen:
Breite Leagues Sturmy
59° © 54331 162993
10 16420 16926/,0
20 538977 176931
30 62274 15682/.,2
40 66920 20076/.0
50 74863 922458’ .9
Mendoza-
Sturmyv
Wright
16317/,5
L6950.1
L7725/,9
18729/,3
20152/,3
22623’ 3
In der dritten Reihe habe ich die Leagues in Seemeilen umgerechnet,
Daraus geht hervor, daß die Tafel von Sturmy nicht auf den Wrightschen Tafeln
beruht, trotzdem er es selbst sagt. Richtig ist in dem ganzen Zitat nur, daß
Norwoods Tafeln aus Wrights entstanden sind, denn Norwood hat auch sämtliche
Rechenfehler aus Wright übernommen (86° 54’ bis 89° 59’ ist jeder Wert um
10 Seemeilen fehlerhaft). Auf die Tafel von Sturmy werde ich bei der Be-
sprechung der Tafel von Lastman zurückkommen.
:) Die Karte Wright’s ist von Hermann Wagner in Peterm, Mitt. 1915, Dezember-Heft,
reproduziert worden.
Schluß folgt.)