*) Physische Océanographie etc. v hen 30° - £>0 o 8-Br und 10°—40° O-I.g.
Britischen Kriegsmarine, — 40 000 den zu diesem Zwecke überwiesenen Log
büchern der Holländischen Kriegsmarine (meist südlich von 40° S-Br) und 3000
verschiedenen anderen Quellen.
Die Beobachtungs-Instrumente sind für die britischen Schiffe von dem
„Meteorological Office* und für die holländischen Schiffe von dem Meteorolo
gischen Institut in Utrecht geprüft worden.
Hinsichtlich der Methode der Bearbeitung des Beobachtungsmaterials und
der kritischen Auswahl desselben für die Darstellung und Ausführung der Karten
verweisen wir hier auf die „Remarks etc.“, pag. 5—15.
Von den 27 Karten des Atlas bringen die ersten 24 Karten, paarweise
für jeden der 12 Monate des Jahres, eine Darstellung der Vertheilung des
Luftdruckes, der Lufttemperatur und des Windes auf dem einen Blatte, und der
Oberflächentemperatur des Wassers sowie der Strömungen auf dem andern,
dem ersteren gegenüber gestellten Blatte; zwei gleichfalls einander gegenüber
gestellte Tafeln bringen die aus den monatlichen Karten erhaltenen Ergebnisse
für das Jahr zusammengefafst zur Anschauung; die letzte Karte zeigt für jedes
Vierteljahr innerhalb des betreffenden Gebietes die Vertheilung des specifischen
Gewichts des Wassers au der Oberfläche und des angetroffenen Eises, sowie
die Zeitdauer der ausreisenden Schiffe, welche sie gebrauchen, um dieses Gebiet
zu durchsegeln.
Nachstehend theilen wir nach den „Remark,s etc.“, pag. 16—28, die
Hauptergebnisse der Toynb ee’schen Diskussion dieser Karten mit.
1. Winde. Allgemeine Bemerkungen. Die von je einem und demselben
Schiffe bei dessen Reisen um das Kap der guten Hoffnung gemachten Erfahrungen
über das Wetter, die Vergleichung der gleichzeitigen Beobachtungen ven Schilfen
und gewissen Landstationen der Kap-Kolonie, sowie die von Meldrum publi-
cirten synoptischen Kai’teu des Indischen Océans für den Monat Februar 1861,
zeigen sämmtlich, dafs das Wetter bei dem Kap von cyklonischen und anti-
cyklonischen Winden abhängig ist, genau so wie in Europa, über dem Atlan
tischen Océan und in den Vereinigten Staaten, und dafs ferner die cyklonischen
Systeme mit einer Geschwindigkeit von 20—30 engl. Meilen die Stunde fort
schreiten.
Die Bedingungen, unter welchen atmosphärische Strömungen hervor
gebracht werden, treten in dem hier behandelten Gebiete in besonderer Stärke
auf. Grofse Mengen von warmem und kaltem Wasser treten mit einander ver
mischt südlich vom Kap auf und verursachen eine schnelle Aenderung der See
temperatur in den benachbarten Meerestheilen, so dafs an manchen Stellen der
selben die Isothermen der Meeresoberfläche dichter zusammengedrängt sind, als
in anderen Meeresgebieten, ausgenommen zwischen dem Golfstrom und dem
Labradorstrom und zwischen dem Kurosiwo und seinem kalten Gegenstrom.
Hierdurch mufs in den über der Wasserfläche lagernden Luftschichten eine
Störung eintreten; hierzu gesellt sich noch eine andere, durch die abwechselnde
excessive Erhitzung und Abkühlung des trockenen und hohen Tafellandes von
Süd-Afrika, sowohl bei Tage wie bei Nacht, als auch im Sommer und im
Winter hervorgebrachte grofse atmosphärische Störung, welche rund um die
Südküsten Afrika’s Luftbewegungen von cyklonischem und anticyklonischem
Charakter verursacht.
Von hervorragendem Einflüsse auf die in diesen Meerestheilen vorherr
schenden Winde sind die Gebiete mit hohem Luftdruck zu beiden Seiten der Küsten
Afrika’s, wo die Antipassate bezw. des Atlantischen und des Indischen Océans
herabsteigen, und von denen aus die entsprechenden Passate weiter strömen.
Diese Gebiete hohen Luftdruckes erreichen nicht die Küsten Afrika’s und
bewegen sich mit der Sonne, also (auf der südlichen Halbkugel) von rechts
nach links und schreiten im Sommer nach Süden und im Winter nach Norden
fort. Zwischen jedem dieser zwei Gebiete und der Südküste von Afrika haben
die Winde eine anticyklouale Drehung (also von links nach rechts auf der süd
lichen Halbkugel).
Windvertheilung. Die in dem Raume zwischen 30° bis 50° S-Br und
10° bis 40° O-Lg vorherrschenden sechs Windsysteme sind für den austra
lischen Sommer (Dezember bis Februar) und Winter (Juni bis August) und für
das Jahr in nachstehenden drei Diagrammen veranschaulicht.