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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

618 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1911. 
dem gleichnamigen Riff westlich davon, wenn man das Südende der Revesby-Insel 
in rw. 83° (mw. OzN)-Peilung eben südlich frei hält von der Kirkby-Insel. Von 
der Boston-Bucht kommende Schiffe meiden die bei Niedrigwasser in der Wasser- 
linie liegende Klippe Hawkers Devil, die mw. N°/,O, 1'/, Sm von der Boston-Huk 
entfernt und 5 Kblg vom Festlande liegt, wenn sie zunächst die Bolingbroke- 
Huk in rw. 49° (mw. NO)-Peilung östlich frei von der Rabbit-Insel halten, und 
dann den Berg Liverpool in rw. 359° (mw. N!/,W)-Peilung mit dem Ostende 
der Louth-Insel in Linie bringen. Sind Segelschiffe gezwungen, von der Einfahrt 
zwischen der Rabbit-Insel und der Bolingbroke-Huk nach dem gebräuchlichen 
Ladeplatz aufzukreuzen, so dürfen sie, wenn sie nach dem Bolingbroke-Riff hin- 
überstehen, die Bolingbroke-Huk in keine östlichere Peilung bringen, als rw. 83° 
(mw. OzN), und nicht innerhalb der 9 m-Grenze laufen. Sie stehen westlich von 
dem Riff, wenn der Berg Liverpool in rw. 339° (mw. NNW!/, W)-Peilung mit 
dem Westende der Peake-Huk in Linie ist, Liegen sie dann auf die Sandzunge 
zu, die die Louth-Insel mit dem Festlande verbindet, so müssen sie wenden, SO- 
bald das Nordende der Rabbit-Insel in rw. 145° (mw. SO1/S)-Peilung mit dem 
Nordostende der Louth-Insel in Linie kommt. 
Leuchtfeuer. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere 1911«, Heft VII, Tit. IX, 
Nr. 2712 und weiter, sowie N. f. S. 863/11, 970/11 u. 1432/11. (Siehe auch Port 
Lincoln.) ; 
Rettungswesen. Ein Raketenapparat befindet sich in Port Lincoln; Schiffe, 
die in der Nähe des Hafens stranden, erhalten vom Lande aus Hilfe, wenn 
möglich. 
Ankerplatz. Der beste Ankerplatz in der Louth-Bucht ist nördlich vom 
Louth-Eiland-Steerte auf 5.9 m Wasser über Sandgrund, von wo die äußersten 
Punkte der Louth-Insel rw. 128° (mw. SOzO) und rw. 173° (mw. SzO) peilen. 
Guten Ankerplatz, außer bei südlichen Stürmen, auf 5.5 m Wasser über Sand- 
grund findet man auch in der Peake-Bucht querab vom ersten langen Sand- 
strande nordwestlich von der Bolingbroke-Huk, von wo die Westseite der Boling- 
broke-Huk rw. 167° (mw. SzO1/„O), und die rechte Außenkante einiger Klippen, 
die vor der Mitte des Strandes liegen, rw. 55° (mw. NO0!/,O) peilen, 
Hafenanlagen. Eine 180 m lange Ladebrücke mit 3.5 m Wasser an ihrem 
Außenende dient zum Verladen von Wolle. Sie ist in einer kleinen Bucht west- 
lich von der Huk angelegt, die mw. NNW, 2 Sm von der Nordwesthuk der Louth- 
Insel liegt. Östlich von ihr und nahebei liegt eine Untiefe, die durch eine 
schwarze, stumpfe Tonne gekennzeichnet wird. Eine weitere Klippe, auf die 
D. »Herbert« gestoßen hat, soll mw. NO, 3/, Sm vom Kopfe der Landungsbrücke 
liegen; diese Klippe wird aber wahrscheinlich identisch sein mit der eben an- 
geführten. 
Port Lincoln. 
Nach englischen Quellen, Brit, Adm-Krt. Nr. 2389B, St-Vincent and Spencer Gulfs; Nr. 784, Port Lincoln, 
Unter Port Lincoln versteht man im allgemeinen die Häfen der Boston- 
Bucht, von Port Lincoln und Spalding Cove. Gewöhnlich aber ankern die Schiffe 
vor dem Dorfe Port Lincoln, das am südwestlichen Teile der Boston-Bucht liegt. 
Hier finden eine große Anzahl tiefgehender Schiffe sichere Ankerplätze, die durch 
Land vollständig geschützt sind. Die geographische Lage des Leuchtfeuers auf 
dem Brückenkopfe der Port Lincoln - Landungsbrücke ist 34° 43’ S-Br. und 
135° 51’ O-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1911 ist dieselbe wie für die 
Louth-Bucht. 
Allgemeines. Die Boston-Bucht, der eigentliche Hafen von Port Lincoln, 
ist zwischen der Kirton-Huk im Süden und der Boston-Huk im Nordosten etwa 
5 Sm breit. Die Wassertiefen betragen, außer nahe unter Land, im größten Teile 
der Bucht 13 bis 16m; nur auf der Le Hunte-Untiefe, die rw. 31° (mw. 
NNO3/.O0) 1.6 Sm vom Außenende der Port Lincoln-Landungsbrücke entfernt
	        
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