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Full text: 16: Beobachtungen auf den deutschen Feuerschiffen der Nord- und Ostsee im Jahre 1960 sowie Monatsmittelwerte von Temperatur und Salzgehalt des Jahres 1960

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Umweltschutz im Seeverkehr Management- strategien zur Minimierung des Eintrags von inva- siven Arten, Schadstoffen und sonstigen Partikeln Dr. Nicole Heibeck (BSH) und Mariusz Zabrocki (BSH) BUNDESAMT FÜR SEESCHIFFFAHRT UND -HYDROGRAPHIE „Gefräßige Quaggamuscheln gefährden das Trink- Wasser und den Fischbestand“ Quelle: Aargauer Zeitung Mit Schlagzeilen wie diesen erlangen viele nicht-einheimische Arten (Neobiota) einen gewissen 3Zekanntheitsgrad. Im Meer werden Neobiota vor allem durch das Ballastwasser von Schiffen und das Biofouling eingeschleppt und verbreitet. Biofouling ist der unerwünschte Bewuchs von Unterwasser- strukturen, der u. a. auch den Treibstoffverbrauch erhöht und die Manövrierbarkeit von Schiffen beein- Jusst (Abb. 1). Jedes Schiff trägt eine gewisse Menge an Bewuchs mit sich, auch wenn es kürzlich gereinigt oder mit einem Antifouling-System (AFS, Bewuchsschutz) ausgestattet wurde. Um die aqua- ische Umwelt vor Neobiota aber auch vor Schadstoffen und sonstigen Partikeln aus dem AFS der Schiffe, die während der Fahrt oder der Reinigung in die Meeresumwelt gelangen können, zu schüt- zen, ist das BSH an der Entwicklung präventiver Maßnahmen und (inter-)nationaler Richtlinien beteiligt. Erfassung von Go. Während der Kartierungsarbeiten in deutschen Seehäfen und Marinas wurden häufig neue Neobiota nachgewiesen. Durch Früherkennung und geeignete Managementstrategien können potenzielle Schäden auf die Umwelt, Wirtschaft und Gesundheit reduziert werden Abb. 1: Schiffsschrauben und weitere Nischen werden besonders gerne von Organismen wie Pocken besiedelt Abb. 2: Erstnachweise der Pazifischen Auster (links) und des Kalkröb ‚enwurms (rechts) in Rostock. Abb. 3: Mit dem Biofouling werden auch mobile Arten weiterverbreitet wie die Asiatische Strandkrabbe (links) oder der Gespensterkrebs (rechts). Management Das BSH arbeitet an verschiedenen Managementmaßnahmen zur Prävention und Früherkennung von Neobiota, dazu zählen: Entwurf einer einheitlichen Biofouling Manage- ment Roadmap und einer Risikobewertung für die Unterwasserreinigung (UWR) (Abb. 4), oeides für die Ostseeregion Beratung und Bereitstellung von Datenbanken (z. B. Neobiota Informationssysteme, Biofouling Datenbank) Gezielte Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Flyer, Ani- mationsfilm (Abb. 6)) » Praktische Erprobung von mikrobiologischen Methoden (Abb. 5) » Förderung des interdisziplinären Austausches (Runder Tisch Biofouling) Abb. 4: Schematische Darstellung für die empfoh- lene Entscheidung, ob eine Unterwasserreinigung verboten (rot), oder unter bestimmten Vorausset- zungen (Auffangen und Filtrieren (gelb) oder einer zusätzlichen vorhergehenden chemischen Risiko- Jewertung (orange) erlaubt werden sollte Morphologie Genetik 10 17 ) Ö Abb. 5: Mittels genetischen Bestim- NunNgsMeEthoden wurden schwer ZU hestimmende Moostierchen (Bryo- 70a), Nesseltiere (Cnidaria), Ringel- würmer (Annelida) und Flohkrebse (Amphipoda) detektiert LA ni EM vl > ph. as Abb. 6: Der Animationsfilm mit dem Titel „Exoten im Bewuchs - Bedeutung des Biofoulings für die aquatische Umwelt“ informiert über die En /erbreitung nicht-einheimischer Arten durch Sportboote und welche Maßnahmen helfen können, den Bewuchs zu reduzieren. Der kurze Aa -:ilm kann auf Youtube angesehen werden. EISEN AMDV) Expertennetzwerk sr COMPLETE Wissen Können Handeln ne na m Be Bet bar E * [ Bundesministerium > COMPLETE PLUS 72° "für Digitales Kontakt: znd Verkehr ofoulina@hsh.de www.hbsh de
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