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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

Of 
West-Lg. lief der fast stürmisch wcehende Nordwind nach NNE um und führte 
das Schiff ohne weitere Unterbrechung in den Passat, Man schnitt 30° Nord-Br. 
in 21.6° West-Lg. am 20. December, 20° Nord-Br. in 26.2° West-Lg. am 
24, December und 10° Nord-Br. in 25° West-Lg. am 29, December, Der Passat 
endete in 5.s° Nord-Br. und 23.4° West-Lg., worauf Mallung eintrat. Um diese 
zu durchlaufen, wurde über eine Woche gebraucht, eine für diese Jahreszeit 
ungewöhnlich lange Zeit. Erst am 7. Januar 1875 fand man in 2° Nord-Br. und 
23° West-Lg. den SE-Passat, mit welchem am 9. Januar in 27° West-Lg. der 
Aequator passirt wurde. Im Stillengürtel traf man auf eine östliche Strömung, 
die ziemlich gleichmässig 1 Seem. die Stunde seizte, während der Aequatorial- 
strom zwischen 1° Nord-Br. und der Linie mit einer Geschwindigkeit von 
2 Seem. die Stunde nach Westen lief. 
Mit dem frisch wehenden SE-Passat gelangte die Bark nach 10° Süd-Br. 
in 32.5° West-Lg. am 14. Januar, 20° Süd-Br. in 29.4° West-Lg. am 20. Januar. 
Schon in 15.6° Süd-Br. lief der Passat nördlich von Ost; in 27.9° Süd-Br. und 
19.;° West-Lg. endete er gänzlich, worauf veränderliche, meistens aus westlicher 
Richtung wehende Winde folgten. Am 1. Fobruar kreuzte das Schiff den 
Parallel von 35° Süd-Br. in 12.3s° West-Lg. und überschritt am 5. Februar in 
37,8° Süd-Br. den Meridian von Greenwich. Beim Ablaufen der Länge nach 
Osten erreichte man die höchste südliche Breite am 16. Februar in 43.1° Süd-Br, 
und 338° Ost-Lg. und überschritt 40° Süd-Br. erst wieder in 81.s° Ost-Lg. am 
27. Februar. Die Winde waren auf der zurückgelegten Strecke fast nur günstig, 
da nur an 2 Tagen Ostwinde, und Stürme gar nicht notirt sind, Nordöstlich 
steuernd, erreichte man 90° Ost-Lg. in 38.s° Süd-Br., worauf ein nördlicher 
Kurs nach der Sunda-Strasse eingeschlagen wurde. Schon in 38° Süd-Br. setzte 
am 6. März südöstlicher Wind ein, der in den durchstehenden Passat überging, 
mit dem man 30° Süd-Br. in 100° Ost-Lg. am 11. März, 20° Süd-Br. in 104.4° 
Ost-Lg. am 15. März erreichte. Von 26°—18° Süd-Br. wehte der SE-Passat am 
frischesten, in 14° Süd-Br. lag am 17. März seine nördliche Grenze. Hior wurde 
der Wind flauer und lief allmählich durch Süd nach SW und West um. Mit den 
veränderlichen westlichen Winden stellte sich auch ein östlicher Strom ein, 
jedoch betrug seine grösste Stärke nicht über 18 Seem. im Etmale, auch wurde 
er nicht regelmässig an jedem Tage beobachtet. Am 21. März schnitt man 
10° Süd-Br. in 104.8s° West-Lg. und bekam am 24. März nach einer Reise von 
112 Tagen Java Head in Sicht, worauf das Schiff in die Sunda-Strasse einsegelte. 
In derselben wurden SW-Winde und ein starker Gegenstrom angetroffen, auch 
brachten leichte westliche Winde das Schiff noch durch die Java-See bis nach 
2.6° Süd-Br. und 109.6° Ost-Lg., dann folgte aber eine lange Zeit hindurch totale 
W indstille, die bis zum 8. April anhielt. Mit frischerem südlichem Winde erreichte 
man endlich am 10, April in 108° Ost-Lg. den Aequator. Im südlichen Theil 
der China-See wehten die Winde vorherrschend aus nordöstlicher Richtung, 
waren aber nur flau und veränderlich; erst nördlich von 7° Nord-Br. wurde 
beständiger Monsun angetroffen. Die Bark schnitt 10° Nord-Br. in 109,8° Ost-Lg. 
hielt sich dann auch in der Folge im westlichen Theil der China-See und 
erreichte Honkong am 8, Mai nach einer langen Reise von 157 Tagen. 
Nachdem das Schiff nahezu zwei Jahre hindurch in der chinesischen 
Küstenfahrt beschäftigt war, trat es am 8. April 1877 seine Heimreise nach 
Hamburg an. Mit dem Rest des NE-Monsuns steuerte man durch die China- 
See nach Süden. In 4,5° Nord-Br. und 106,7° Ost-Lg. nahm der Wind ab und 
wurde allmählich so flau, dass das Schiff in den nächsten 8 Tagen selten mehr 
als 1—2 Secem. die Stunde Fahrt machte, obgleich die Richtung des Windes 
noch immer günstig blieb. Am 29. April überschritt man in 106.3° Ost-Lg. 
den Aequator und gelangto am 2. Mai nach dem nördlichen Eingange zur 
Banka-Strasse. In Folge ganz leichter Gegenwinde und Windstillen und der 
nach NW laufenden Gegenströmung waren 14 Tage zum Durchsegeln dieser 
Strasse erforderlich. . Nachdem die .Java-Scoe erreicht war, trat frischer SE- 
Wind ein, mit welchem am 20. Mai Anjer und die Sunda-Strasse passirt wurde. 
Im Indischen Occan traf das Schiff, sobald es frei vom Einflusse des 
Landes war, einen frischen, oft fast stürmischen Passat an, mit welchem die Reise 
gut gefördert werden konnte, Man gelangte am 31. Mai nach 20° Süd-Br. in 
(0° Ost-Le., am 5. Juni nach 25° Süd-Br. in 55.4° Ost-Lg. In 267° Süd-Br.
	        
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