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mehr als 6,7m Tiefgang dasselbe vermeiden. Ebenso sollte auch das Fahr-
wasser zwischen der Sapphire-Bank und der Insel Coche nicht benutzt werden,
denn auch in diesem wechseln die Tiefen zwischen 4 und 8m. Nach Aussage
De dortigen Bewohner verändert sich die Sapphire-Bank nach jeder starken
ünung.
La Guayra., In einer Entfernung von 10 Sm, östlich von La Guayra,
sind die Schornsteine mehrerer Zuckerfabriken sichtbar; dieselben sind bei der
Ansegelung sehr gut zu benutzen. Die Missweisung beträgt 2° 40‘ Ost 1879.
In La Guayra ist kein Kohlendepot, und dürfen die Schiffe deshalb nicht
auf mehr als 40 tons Vorrath rechnen. Der Preis, inkl. Leichtergeld, beträgt
ca 5 Lstr. 4 sh. (ca 104 A) für die Tonne. Sieben Postdampfer laufen diesen
Platz an.
Puerto Cabello. Nach einem Bericht des Kapt. C. G. F. Knowles,
Kommandant I. Br. M.S. „Blanche“, war Puerto Cabello früher ein bedeutender
Handelsplatz und ist jetzt sehr heruntergekommen. Küstenfahrer führen Elfen-
bein, Nüsse und Schildpatt aus, aber gegenwärtig besucht kein Dampfer und
kein grösseres Segelschiff diesen Hafen.
Küste von Neu-Granada.!)
Santa Marta. Derselbe Kommandant hat ferner berichtet, dass der
Handel zu Santa Marta in den letzten Jahren gleichfalls sehr abgenommen hat,
und zwar in Folge des Aufblühens von Baranqguilla und der zunehmenden
Schifffahrt auf dem Magdalenen - Strom. Selten kommt jetzt ein Schiff nach
Santa Marta, und die Ladeplätze gehen ihrem Verfalle entgegen.
Die Untiefe Tribune?) (12° 11‘N-Br, 74° 26‘ W-Lg) ist im Jahre 1878
zweimal von I. Br. M. S, „Blanche“ vergeblich aufgesucht worden. Das Schiff hat
auf und bei der gegebenen Position mehrere Seemeilen weit nach Ost und West
und einmal sogar bis 75° W-Lg gekreuzt, ohne auch nur ein Anzeichen einer
Untiefe zu entdecken.
Auch die Dampfer der „West-Indian and Pacific Steam Ship Company“
sind seit vier Jahren über die Position der Untiefe passirt, ohne je ein An-
zeichen einer Untiefe aufzufinden oder zu bemerken.
Die Sabanilla-Bucht. Nach einer Mittheilung des britischen Konsulats
in Baranquilla, 1879, ist die Klippe in der Sabanilla-Bucht, auf welcher im
Jahre 1878 der französische Dampfer „St. Germain“ auflief, vor Kurzem von
dem Lieut. E. Leah, von I. Br. M. S. „Blanche“, untersucht worden. Die Klippe
hat ungefähr !2 Kblg Ausdehnung; die geringste Wassertiefe auf derselben
beträgt 6m und sie ist von 7,3m Wassertiefe, Schlammgrund, umgeben, Man
peilt von dieser Klippe das Zollhaus N 50° 0, den Leuchtthurm N 83° O0 und
die Bake auf der Insel Verde N 16° W. Die Missweisung beträgt 4° 40‘ Ost 1879.
Ferner ist auf dem Ankerplatz für grosse Schiffe daselbst bei einer
felsigen Stelle mit 5,8m Wasser eine rothe Tonne mit Stange und Flagge aus-
gelegt worden. Man peilt von dieser Tonne das Zollhaus NO’Y«N, den Leucht-
thurm ONO*%40 und die Bake auf der Insel Verde NNW'AW.
Cartagena. Nach einem Bericht des Kapt. C. G. F. Knowles, von
I. Br. M. S. „Blanche“ , 1878, ist seit einigen Jahren zwischen Cartagena und
Calamar am Magdalenen-Strom ein 95 Sm langer und 2,4m tiefer Kanal her-
gestellt worden. Kine in demselben befindliche flache Stelle soll in nächster
Zeit mit Hülfe eines Baggers vertieft werden, so dass alsdann ein Dampfer mit
geringem Tiefgang denselben zu Handelszwecken benutzen kann. Bogotd ist
durch diesen Kanal um ein Bedeutendes näher gerückt worden.
Der Fluss Siex, welcher bei dem Hafen von Cispata mündet, bildet gegen-
wärtig den Weg für alle Handelsartikel der Provinz Cartagena. Dieselben
werden auf grossen Kanoes den Fluss hinunter geschafft und von dort nach
Cartagena gebracht. Bis jetzt führt keine Eisenbahn nach Cartagena, und die
telegraphische Verbindung zwischen Cartagena und Baranquilla ist augenblicklich
die einzige im Distrikt, welche im Gebrauch ist.
5a a. O0, pas. 153, 155, 156, 160.
%) Vgl. No, 1088 d. „Nachr, f. Seef.“ 1878,
Ann. d. Hydr., 1879, Heft XII (Dezember).