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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

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laufen. Der Wind nahm inzwischen an Stärke zu und war zeitweise von Böen 
begleitet. Um 2'/2* p. m. ging das Schiff in dem nordwestlichen Theil des 
Hafens vor Anker. Das Barometer. fiel fortwährend und stand um 8" auf 
756,9mm. Um diese Zeit wehte ein Orkan, das Schiff gierte hin und her, und 
als es der Wind etwas von der Seito fasste, holte es soweit über, als ob 
gs unter Segel wäre. Um 9% p. m. zeigte das Barometer 754,4mm und um 
10* 750,6mm. Jetzt trat Windstille ein, welche ungefähr eine halbe Stunde 
dauerte, worauf der Wind aus Süd, aber mit grösserer Heftigkeit und von 
einer wahren Sündfluth von Regen begleitet, losbrach. Nach einer halben 
Stunde nahm indessen seine Stärke ab, und das Barometer begann zu steigen. 
Schon um 12 Uhr Mitternacht war wieder gutes Wetter und bei Tagesanbruch 
klarer Himmel. 
4. Albay (Insel Luzon, Vulkan Albay in 13° 16’ N-Br und 123° 41‘ O-Lg). 
Das Centrum passirte wahrscheinlich am 19, Juli Nachts zwischen 10 und 11 Uhr 
in SW und in einer Entfernung von 46 Sm, Am 19, Juli Nachmittags wehie 
der Wind ziemlich stark aus NE mit Regenböen und ging dann über Ost, aus 
welcher Richtung er am heftigsten wehte, nach SE herum, 
5. Schonerbrigg „Progreso“ (13° 12‘ N-Br und 123° 9‘ O-Lg). Das 
Centrum passirte wahrscheinlich am 20. Juli um 2" a, m. in SW und einer 
Entfernung von 20 bis 23 Sm. Um 6* p, m. des 19, Juli war dieses Schiff bei 
der Spitze Macotü und drehte sich der Wind von Nord nach NE mit Böen und 
sehr starkem Regen; das Barometer fiel. Um 8 Uhr bei der Spitze Pangasinan 
ging der Wind weiter nach Ost herum, bei ziemlich hoher See. Das Barometer 
stand auf 755,6mm. Um 10®* p. m. wehte es heftig aus Ost bei fallendem 
Barometer und hoher See. Alles war in Regen gehüllt. Am 20. Juli, !/4 Stunde 
nach Mitternacht, ging der Wind nach Süd herum und um 2h a, m. erreichte 
das Barometer mit 745,5mm seinen tiefsten Stand. Es wehte noch heftig und 
stand hohe See, aber bald darauf drehte sich der Wind nach SW, aus welcher 
Richtung er bis zum Mittag wehte und dann an Stärke abnahm. 
6. Schonerbrigg „Galeno“. Das Centrum muss am 20. Juli um 6* a, m. 
in NE und einer Entfernung von 26 Sm vorübergezogen sein. Das Schiff 
befand sich um 2* a. m. in NNW von der Insel Banton, als ein Fallen des 
Barometers bemerkt wurde und sich eine steife NW-Brise mit einer Regenbö ein- 
stellte. Da die Anzeichen des Wetters sehr bedenklich waren, vermuthete der 
Kapitän die Annäherung einer Cyklone und stand weiter vom Lande ab, um 
freieren Seeraum zu haben. Um 5* a, m. zeigie das Barometer 758mm bei 
WNW und um 6* a. m. hatte es seinen niedrigsten Stand, 757,5mm., erreicht, 
und zu derselben Zeit hatte sich der Wind nach West gedreht und war äusserst 
heftig, liess jedoch um 8° a. m. nach, und das Wetter klarte etwas auf. Um 
9 a, m. war der Wind SW und weniger heftig. 
Die an Bord der „Galeno“ gemachten metcorologischen Beobachtungen 
waren: 
1875 
Tuli 
19. 
Mr 
Stunde 
12 Mittag 
6 p- m. 
{L 
9 
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a, mM, | 
19 
SR 
Breite 
Länge 
Nard 
Yet 
13° 98.5‘ 
121° 15 
13° 5 
19220 6 
[2° 50% 
19290 19% 
19042‘ | 122040 | 
Tuftdruc}k 
mm 
766 
71665 
766 
165 
764 
763 
758 
757,5 
760 
764 
765 
Wind 
NW stark 
steif 
West 
” 
NW stürmisch 
„ Sturm 
» » 
WNW starker Sturm 
West # 
» » 
„ Sturm 
SW % 
» Stürmisch 
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steif 
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Himmel 
Heiter 
Bewölkt 
Feiner Regen 
Bewölkt
	        
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