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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1901. 
Bezeichnet man diesen Werth mit w, 80 ist 
döi=2t 
A 
4 
wobei t in Zeitminuten auszudrücken ist. 
Um nun die Berichtigung AU in Zeitsekunden zu erhalten, ist das obige 
(Glied noch mit 4 zu multiplieiren. so dafs man erhält: 
U ‚(Ei — 2) 
A m tg (& sin t. 
3 
= wu’ (=) dA uw (=) t; 
7% \Negt “Viel 8? 
, ;R Mittagsberichtigung für das 
AUS = WDigd-+wFtgo { Mittel der beiden Uhrzeiten. 
Dabei sind mit D und F die beiden eingeklammerten Faktoren bezeichnet. 
Ihre Logarithmen können aus der folgenden Tafel mit dem Eingange „Zwischen- 
zeit = 2t“ entnommen werden. 
Bei zwei die Mitternacht einschließsenden Beobachtungen führt eine ähn- 
liche Betrachtung zu der Gleichung: 
g (Un + Ur) — TE = 12h (wahre Ortsmitternacht) 
Eine Zwischenzeit von 23t entspricht aber hier den beiden Stundenwinkeln 
12" t und 12 + t. 
Führt man den zweiten, für welchen der Einflufs von Ad zu ermitteln ist, 
in die obige Gleichung ein, so ergiebt sich, da sin (12 + t) = — sint ist, 
En Fi ; Mitternachtsberichtigung für das 
SU — WDtgd— w Fig / Mittel der beiden Ulrzeiten, 
Ist nachmittags die Luft dünner infolge höherer Temperatur oder niedrigeren 
Luftdruckes, so mufßs an die Nachmittags-Beobachtungszeit eine positive Zusatz- 
berichtigung angebracht werden, da infolge der geringeren Strahlenbrechung 
dieselbe scheinbare (aber gröfsere wahre) Höhe schon in einem kleineren 
Stundenwinkel als vormittags (also früher) erreicht wird, als bei unveränderter 
Strahlenbrechung. 
Dies gilt sowohl für Beobachtungen, welche den Mittag, als auch für 
solche, welche die Mitternacht einschliefsen. 
Der Betrag dieser Berichtigung wird am einfachsten in folgender Weise 
gefunden: 
Wenn man bei geklemmtem Instrument die Höhe sowohl des oberen wie 
des unteren Randes beobachtet, so entspricht der Höhenänderung um einen 
Sonnendurchmesser die Differenz der beiden Beobachtungszeiten. 
Geben num die Strahlenbrechungstafeln 7b und 7c des Nautischen Jahr- 
buches eine Aenderung der Strahlenbrechung um —n”, so wird durch eine Ver- 
hältnifsgleichung gefunden, wieviel Zeitsekunden einer Höhenänderung von n“ 
entsprechen, 
Die Hälfte dieses Werthes würde dann als Zusatzberichtigung zu dem 
Mittel der beiden Uhrzeiten Ur + Un) oder . (Un + U,) zu addiren sein. 
Natürlich kann man auch den etwas umständlicheren Weg der direkten 
Berechnung anwenden; aus der Theorie der Höhengleichen ergiebt sich die 
Gleichung: 
4t = Ah cosec « sec 
Folglich ist die an das Mittel der Uhrzeiten noch anzubringende Zusatz- 
berichtigung 
“ « = Azimut 
AUS — 7 = -— Ze CUSEC (4 SEC EC ( von Nord rechtsum ) 
bis 360° gerechnet. 
Der Ausdruck wird positiv (negativ), wenn nachmittags die Strahlen- 
brechung kleiner (größer) ist als vormittags infolge des Vorzeichens von cosec a&.
	        
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