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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. — 1924, Heft. 1.
Um zu untersuchen, wie s bei festem m gewählt werden muß, damit \p s | möglichst groß wird,
werde die erste Ableitung von p s nach e
m • sin s • cos me — sin me ■ cos e
(111)
dp s =
sin 2 e
dt
gebildet und gleich Null gesetzt. p s erreicht seinen höchsten Wert, wenn der Zähler des Bruches
gleich Null ist, d. h. wenn
m ■ tg s = tg me
ist. Werden die Tangenten entwickelt, so ergibt sich
m + -Tr
2 £ 5
HT
+
= me
(m e) :
2 (m e) 3
Tö
Diese Gleichung ist erfüllt, wenn ihre beiden Seiten gliedweise einander gleich sind. Aus me 3 = (me) 3
und me 3 — (me) 3 folgt, daß e = 0 sein muß; d. h. um p, 9 möglichst groß werden zu lassen, ist e c möglichst
klein zu wählen.
Wie später bei der Auswahl der Zeilenverzeichnisse einzelner Tiden gezeigt werden wird, be
stehen daher zwei Möglichkeiten, p s mit genügendem Gewicht zu erhalten. Einmal kann me < k ■ 45°
sein, wo k eine kleine ganze Zahl ist: dann lassen sich die Gruppenpaare in k zeitlich hintere inander
liegende Sätze zusammenfassen; oder es läßt sich ein [Ce| = c£■ ■— c"ö x \ bestimmen, daß me c <i5°
ist: dann lassen sich je m Gruppenpaare, die zeitlich um es -f- c' voneinander entfernt sind, zu c
zeitlich nebeneinander laufenden Gruppensätzen vereinigen.
Unabhängig von dieser Regelung der Gruppensätze lassen sich n 2 und n., aus den beiden
Gleichungen
(112) n. A — = u
(113) w 2 — »1 + 1=0
ermitteln, sobald für n x eine bestimmte Zeile als Anfangszeile angenommen ist und der Wert von
s = 2 (« 3 — n x ) + d in der Gleichung (92) oder (93) bekannt ist. Da s so bestimmt wird, daß s<5 x nahe
180° ist, muß, da uö x ~ 90° ist, s 2^ 2u ^ lg sein, s läßt sich immer darstellen als Summe zweier
Zahlen s = 4z -f d, wo z eine positive ganze Zahl und d entweder 0, 1, 2 oder 3 ist.
1. Ist d ~ 0, so ist s — 4 z, u — 2z, g = z, d = 0 und
n 2 = «, + 2 - 1
7i 3 = n x + 2 z
W 4 ~ n l + 3 2 — 1
2. Ist d = 1, so ist s — 4z + 1, « = 2 z, g — z, c' — -f 1 und
n t = Kj -f 2 — 1
n.~n l -\-2z
ra 4 = n x 4- 3 z — 1
3. Ist d = 2, so ist s = 4 z -f 2, u — 2z -f- 1, g = z oder g' — z + 1, c' = 0 und
n 2 = n x -f z — 1 oder n\ — w t ~f- z
n A ■—■ 4- 2 z 4~ 1
w 4 = n x -j- 3 z oder n\ — n t 4- 3 z -f 1
4. Ist d= 3, so ist s = 4z -f 3, u = 2(z -f 1), g = z -f 1, c' — — 1 und
% = n i + z
% = »i + 2 (« 4- 1)
?J 4 72-j 4~ 3 z 4- 2
Nach den Ausdrücken (65) sind aus dem Summen Verzeichnis für das erste Gruppenpaar die
Zeilen % — 1, n 2 , n 3 — 1, n 4 zu entnehmen. Die Zeilen des zweiten, dritten, • • •, m tea Gruppen
paares werden erhalten, indem n x , n 2 , n 3 , n 4 um (m — l)s oder allgemeiner (m— l)s c vermehrt
werden. Sollen die Zeilen noch um r Tage vorwärts verschoben werden, so kann für die für das