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Volltext: Zweites Köppen-Heft der Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie

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Zweites Köppen-Heft der Annalen der Hydrographie usw. 1936. 
Reell scheint die Vertiefung der Zyklone vom 3. bis 4. Oktober zu sein — 
mögen auch die Absolutwerte der obigen Zusammenstellung wesentlich von der 
Beobachtungsverteilung abhängen. 
Abb. 4 zeigt nun die Wetterlage am 4. Oktober, und es muß zunächst als 
sehr auffällig erscheinen, daß es bei dieser Lage dem Tief nicht gelingt, seinen 
bereits seit dem Vortage verfolgten Nordostkurs fortzusetzen, ja beschleunigt fort- 
zusetzen. Denn ihm steht zwischen dem Neuschottland-Hoch und dem Hoch 
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Abb. 4. Die Weltterlaye vom 4, Oktober 1903. 
südlich der Azoren der Weg nach Nordosten offen, wie es am Vortag der 
Fall war und wie es auch am Nachtage der Fall ist. Zudem muß die ihm offen- 
stehende Tiefdruckrinne zwischen den beiden Hochdruckgebieten als in der Höhe 
noch viel ausgeprägter angenommen werden, wegen der erheblichen Temperatur- 
zegensätze beiderseits der Rinne; es muß demnach sogar eine starke südwest- 
liche Höhenströmung an das Tropiktief im Norden anschließen. 
Wie ist der bei dieser Lage erfolgende Rückschlag zu erklären? Es tritt 
nämlich bis zum 5. Oktober nicht nur die aus der Bahnkarte (Abb. 2) ersicht- 
liche Umbiegung äquatorwärts 
ein, sondern auch eine durch 
die Beobachtungen vom 
5. Oktober belegte, eindeutige 
Schrumpfung des Tiefs: 
Die 760 mm-Isobare umfaßt am 
5. nur etwa ein Viertel des 
Areals vom 4, Oktober, 
Bildet man die 24stündigen 
Luftdruckänderungen dieser 
Tage, so ergibt sich etwas sehr 
Bemerkenswertes: Wenn das 
Tief selbst auch im Süden 
„stecken bleibt“, so zieht doch 
eine Druckwelle mit großer 
Geschwindigkeit aus dem 
Abb. 5. 24stündige Luftdruckänderung (mm) (+ebiet Östlich Bermuda, 
4. bis 5, Oktober 1903, westlich an den Azoren 
vorbei, in Richtung auf Südirland. In Abb. 5 ist die Karte der Druck- 
änderung vom 4, bis 5. Oktober im Ausschnitt wiedergegeben; im ihr troten das
	        
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