Von Tamsui nach Tandjong Priok (Batavia).
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den nächsten Stille, und wechselte dann in den Richtungen SSW bis SSE. Vom
Monsun war nichts zu spüren. Der Strom war sehr gering, und von einem
regelmäßigen, dem Monsun entsprechenden Strom wurde wenig bemerkt.‘
Am 13. Juni, 5" 40* a, verlief ich Singapore‘: und erreichte am 16.
Tandjong -Priok.
Die Navigirung bietet auf der ganzen Reise keine Schwierigkeiten,
namentlich die Aus- und. Einfahrten der Strafsen sind gut befeuert, und das Be-
tonnungswesen in denselben kann als vorzüglich bezeichnet werden, -Bei einiger-
mafßsen klarer Nacht, die das Erkennen der Huken. und Berge gestattet, wird
auch ein Passiren der Strafen in der Nacht ohne jegliche Schwierigkeit
möglich sein. .
Von einem Monsun war noch nichts zu merken. ;
Der Wind wehte aus den Richtungen SE bis SSW und überstieg nicht
die Stärke 2. Nur einmal, etwa ‘30 Sm vor der Banka-Strafßse, wurde er etwas
stärker (bis Stärke 5), jedoch hielt er nur ganz kurze Zeit an.‘ ;
. Die Stromverhältnisse waren für uns ‘recht ungünstig. Strom in der
Richtung des Kurses konnte nie konstatirt werden, wohl aber fast auf der ganzen
Reise Strom ‚gegenan, zeitweise bis 2,5 Knoten in der Stunde. ‘ .
Die seitlichen Versetzungen ‚in der Rhio—Banka-Strafse: waren den in der
Karte verzeichneten Angaben entsprechend.
Reise des Schiffes „Adolf“ von Shields nach Iquique.
Von Kaptı A. SCHEEPSMA.. 5
Mit Kohlen für Iquique beladen, verließen wir die Tyne am 11.November 1894.
Der Wind war westlich, frisch; abends wurde das Feuer von Flamborough Head
gesichtet. Am 14. November artete das schon vorher rauhe Wetter zu: sehr
schwerem Sturme aus, bei dem nur das Grofsuntermarssegel geführt werden konnte.
„Adolf“ befand sich zur Zeit in Sicht von Smiths Knoll-Feuer; der gröfseren
Sicherheit wegen wurde aber 40 Sm weiter in ‚die Nordsee “hineingesteuert, um
auch bei etwaigem Umlaufen des Sturmes von Südwest nach Nordwest Platz zum
Manövriren: zu haben. Rauhes, veränderliches Wetter bei gröfstentheils west-
lichen und südlichen Winden blieben auch in den nächsten Tagen noch vor-
herrschend. Nachdem dann noch eine böse Nacht in dem engen Fahrwasser bei
North Foreland bei Sturm und unsichtigem Wetter überstanden war, lief daselbst
der Wind nördlich, womit Dover am 21. November um 8"a passirt wurde. Im
Kanal war der Wind meistens südlich und später östlich, was uns ‚eine rasche
Durchfahrt gestattete. Querab von Falmouth gelang es noch, ’durch einen Bugsir-
dampfer gegen Vergütung mit Tabak und Branntwein einige Postkarten an Land
zu bekommen; gleich nachher wurde Lizard am 23. November um 3"p nach
zwölftägiger Fahrt von der Tyne passirt. N
Von durchschnittlich südöstlichen Winden begünstigt, verlief die Fahrt im
Atlantischen Ocean zunächst recht gut. Das Wetter war aber sehr unzuverlässig,
bei fortwährend hohem Seegange; fast täglich traten. schwere Gewitter auf, Am
27. November war in etwa 36° N-Br der Wind bei strömendem Regen und
Gewitter zum Sturm aus Nordost ausgeartet, so: dafs viele Segel eingenommen
werden mufsten. Als sich gegen Mitternacht der Wind mehr legte, fand sich
beim Setzen des Oberbramsegels, dafs die Rasa gebrochen war, weshalb diese an
Deck genommen werden mufste, um durch eine neue ersetzt zu werden. Das
Wetter blieb auch dann noch sehr unzuverlässig, auffallend waren die vielen
Gewitter; die Windrichtung erlaubte aber fast stets, den direkten Kurs einzuhalten.
In 23° N-Br wurde der Wind mallend und still, worauf am 4. Dezember in
21° N-Br der Nordostpassat einsetzte, der indessen auf dem ganzen Wege äufserst
flan blieb, so dafs kein befriedigender Fortgang erzielt werden konnte. Am
6. Dezember wurde die Insel St. Antonio gesichtet. In 5° N-Br stellten sich am
11. Dezember die Aequatorialmallungen ein, und da diese sich ziemlich breit
ausdehnten, konnte die Linie erst am 15. Dezember nach 34tägiger Reise von
Shields und 22tägiger Reise von Lizard geschnitten werden.‘ ‘‘