11
Die Überwachung der Radioaktivität dient vorrangig dem Schutz der Bevölkerung vor der
schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung.
Die Überwachung im Rahmen des Raumordnungsplanes überprüft die fortlaufende Gültigkeit
der dort vorgenommenen Umweltprognosen. Sie ist thematisch in die vorgenannten Bereiche
eingebettet.
2.2 Ozeanographische Zustandsveränderungen
2.2.1 Überwachungsziele
Die ozeanographischen Verhältnisse des Meerwassers haben einen bedeutenden Einfluss auf
das Vorkommen von Organismen und von Schadstoffen. Salzgehalts-, Temperatur- und Bewe
gungszuständen, mit Hilfe von Messungen, Modellrechnungen und Fernerkundung ermittelt,
beeinflussen sie maßgeblich die Konzentration, Ausbreitung und die raum-zeitliche Verteilung
von radioaktiven, chemischen und biologischen Komponenten im Meer.
Zur Beantwortung folgender Fragen soll beigetragen werden:
• Wie ist der Einfluss der physikalischen Verhältnisse des Meerwassers auf die che
mischen und biologischen Messgrößen im Überwachungsgebiet?
• Wie ändern sich die physikalischen Messgrößen kurz- und längerfristig?
• Wie verändert sich der Einstrom von Nordseewasser hin zur zentralen Ostsee?
• Wie verändert sich das ausströmende Oberflächenflächenwasser, insbesondere auch
vor der deutschen Küste, als Folge von Einträgen in das Tiefenwasser in der Vergangen
heit?
2.2.2 Informationssammlung
Messung von Temperaturverhältnissen, Salzgehalten sowie der Einstromsituation von Nord
seewasser im Untersuchungsgebiet, u.a. durch Echtzeitmessungen und Fernerkundung.
2.2.3 Überwachungsprodukte
Im Berichtswesen wird nach Produkten unterschieden, die in Echtzeit, jährlich und in mehrjäh
rigen Abständen zu erstellen sind.
in Echtzeit:
• Darstellung der ozeanographischen und meteorologischen Grundmessgrößen an den
MARNET-Stationen zur Beschreibung des Wasseraustausches