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Full text: Leitfaden Ostseemonitoring

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Die Überwachung der Radioaktivität dient vorrangig dem Schutz der Bevölkerung vor der 
schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung. 
Die Überwachung im Rahmen des Raumordnungsplanes überprüft die fortlaufende Gültigkeit 
der dort vorgenommenen Umweltprognosen. Sie ist thematisch in die vorgenannten Bereiche 
eingebettet. 
2.2 Ozeanographische Zustandsveränderungen 
2.2.1 Überwachungsziele 
Die ozeanographischen Verhältnisse des Meerwassers haben einen bedeutenden Einfluss auf 
das Vorkommen von Organismen und von Schadstoffen. Salzgehalts-, Temperatur- und Bewe 
gungszuständen, mit Hilfe von Messungen, Modellrechnungen und Fernerkundung ermittelt, 
beeinflussen sie maßgeblich die Konzentration, Ausbreitung und die raum-zeitliche Verteilung 
von radioaktiven, chemischen und biologischen Komponenten im Meer. 
Zur Beantwortung folgender Fragen soll beigetragen werden: 
• Wie ist der Einfluss der physikalischen Verhältnisse des Meerwassers auf die che 
mischen und biologischen Messgrößen im Überwachungsgebiet? 
• Wie ändern sich die physikalischen Messgrößen kurz- und längerfristig? 
• Wie verändert sich der Einstrom von Nordseewasser hin zur zentralen Ostsee? 
• Wie verändert sich das ausströmende Oberflächenflächenwasser, insbesondere auch 
vor der deutschen Küste, als Folge von Einträgen in das Tiefenwasser in der Vergangen 
heit? 
2.2.2 Informationssammlung 
Messung von Temperaturverhältnissen, Salzgehalten sowie der Einstromsituation von Nord 
seewasser im Untersuchungsgebiet, u.a. durch Echtzeitmessungen und Fernerkundung. 
2.2.3 Überwachungsprodukte 
Im Berichtswesen wird nach Produkten unterschieden, die in Echtzeit, jährlich und in mehrjäh 
rigen Abständen zu erstellen sind. 
in Echtzeit: 
• Darstellung der ozeanographischen und meteorologischen Grundmessgrößen an den 
MARNET-Stationen zur Beschreibung des Wasseraustausches
	        
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