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Full text: 150 Jahre amtliche deutsche Hydrographie 1861 - 2011

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| Standortbestimmung und Ausblick 
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Standortbestimmung und Ausblick 
In den letzten Jahrzehnten hat sich das Selbstver- 
ständnis nationaler hydrographischer Dienste durch 
veränderte Nutzeranforderungen erheblich gewan- 
delt: Die amtliche Hydrographie ermittelt, sammelt, 
Dearbeitet und stellt nautische und topographi- 
sche Grundlagendaten und Geoinformationen des 
Meeres, der Küsten und der Seeschifffahrtsstraßen 
einschließlich der Häfen zur Sicherung der Seefahrt 
und für die Landesverteidigung zur Verfügung. Die- 
se Informationen bilden die topographische Grund- 
jage für alle maritimen Aufgaben einschließlich der 
Raumplanung und des Küstenschutzes. Zu diesem 
Zweck erfolgt die eigene Informationserhebung 
und -Auswertung, die Übernahme benötigter Daten 
anderer nationaler und internationaler Quellen, die 
vedaktionelle Bearbeitung sowie die technische Her- 
stellung der analogen und digitalen Zwischen- und 
zndprodukte. Dazu gehört die im Seeaufgabenge- 
setz und im Internationalen Schiffssicherheitsvertrag 
verankerte Aufgabe der Herstellung und Heraus- 
gabe amtlicher nautischer Veröffentlichungen und 
die im Rechtssystem der Europäischen Union 
verankerte Verpflichtung zur Bereitstellung maritimer 
Geoinformationen mit Hilfe einer standardisierten 
Geodateninfrastruktur für deren sektoral übergrei- 
fende Verwertung. 
Die Weiterentwicklung der dafür eingesetzten 
Verfahren und Dienstleistungen durch eigene For 
schungs- und Entwicklungsprojekte orientiert sich 
strategisch an der wachsenden ökonomischen una 
Ökologischen Bedeutung des Seeraums vor unse- 
ren Küsten. Sie ist regional mit unseren Nachbarn in 
Ost- und Nordsee abgestimmt und in internationale 
Entwicklungsprozesse eingebunden. Dieser Logik 
folgend, arbeiten Fachleute des BSH seit Jahren 
außerordentlich aktiv in den Gremien der Internatio- 
ıalen Hydrographischen Organisation (IHO) mit unc 
haben so dem BSH zu hoher Wertschätzung in der 
nternationalen Gemeinschaft der hydrographischer 
Dienste verholfen. 
Zukunftsaufgaben liegen in der Anwendung von 
Satelliten- und flugbasierten Fernerkundungsme 
thoden zur Ergänzung der Seevermessung, der 
Anwendung ferngesteuerter Unterwasserroboter für
	        
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