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Full text: 150 Jahre amtliche deutsche Hydrographie 1861 - 2011

Gesamtdeutsche Entwicklung seit 1990 | 63 
herstellung im Jahr 1986. In mühsamer, jahrelanger 
Arbeit gelang es, den Symbolsatz der Seekarten 
kartographisch exakt digital zu erfassen, So dass in 
der Folgezeit eine wachsende Zahl von Papiersee- 
karten mit Rechnerunterstützung hergestellt werden 
konnten. Da dieses Digitalisiersystem jedoch nur 
die graphischen Elemente der Seekarten erfas- 
sen konnte, brachte es leider keine Lösung für die 
Elektronische Seekarte. Hier musste also wirkliches 
Neuland betreten werden, und wie herausfordernd 
dieser Schritt war, sollte sich in den kommenden 
zwei Jahrzehnten sehr eindrucksvoll zeigen. 
Etwa ab Mitte der 90er-Jahre wirkten sich die 
Bemühungen der IHO, mit der Schaffung eines 
Internationalen Seekartenwerkes die Mitgliedsstaa- 
ten zu einer stärker arbeitsteiligen Arbeitsweise 
anzuhalten, auch in der digitalen Technik aus. Die 
nit dem Digitalisiersystem in Vektortechnik erfass- 
ten Seekarten konnten mangels geeigneter digitaler 
kartographischer Standards noch nicht direkt aus- 
getauscht werden, stattdessen bediente man sich 
daher Rasterscans der Druckvorlagen, die damit als 
digitale „Repromate“ für eine weitere drucktechni- 
sche Verarbeitung fungierten. Damit wurde es auch 
Os 
<BA 
zweckmäßig, eine gesonderte, für die Rasterbear- 
beitung ausgelegte Software zu beschaffen, um die 
von anderen hydrographischen Diensten übernom- 
menen Seekarten für das BSH-Seekartenwerk anzu- 
passen. Ab 2005 teilte sich die Kartographie somit 
in einen auf Vektortechnik beruhenden Zweig für die 
autochthonen Seekarten und in einen Rasterzweig 
für die ausländischen Seekarten. 
Zin weiterer großer Fortschritt war ab Mitte der 90er- 
Jahre mit der Einführung rechnergestützter Satz- 
;echnik für die Herstellung der Druckerzeugnisse 
verbunden, als zeitgleich in den Redaktionen und 
anderswo im BSH nach und nach der Computer 
seinen Einzug hielt. So konnten die Arbeitspro- 
zesse von Redakteuren und Setzern immer mehr 
zusammengeführt werden bis hin zur kooperativen 
Bearbeitung der Manuskripte durch die Redak- 
ion und den Satz in einem netzwerkunterstützten 
Softwaresystem. Durch den Wegfall einer erneuten 
Erfassung der Manuskripte durch die Setzer entfiel 
aicht nur ein Arbeitsgang, sondern vor allem eine 
zehlerquelle, und im Satz konnte man sich auf die 
eigentliche gestalterische Aufgabe konzentrieren. 
Am Ende der Entwicklung stand in der graphischen 
Ab 
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Farben-Offsetdruckmaschine „KBA RAPIDA 130-4+L“ in Rostock
	        
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