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Full text: 150 Jahre amtliche deutsche Hydrographie 1861 - 2011

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| Gesamtdeutsche Entwicklung seit 1990 
5.2 Beständigkeit im Wandel 
Zug um Zug wurden nun Aufgaben von Hamburg 
nach Rostock verlagert. Die erforderliche und dabei 
möglichst sozialverträgliche Umsetzung von Mitar- 
beitern setzte an beiden Dienstorten das „Personal- 
Karussell“ ordentlich in Gang: Für die in Rostock mit 
Hamburger Kollegen zu besetzenden Dienstposter 
mussten Umzugswillige gefunden werden. Für 
Mitarbeiter, die aus unterschiedlichen Gründen am 
Standort Hamburg bleiben wollten, mussten Aus- 
weichlösungen in anderen Abteilungen geschaffen 
werden. Einige gingen, wenn die Voraussetzungen 
erfüllt waren, in den vorgezogenen Ruhestand. Eine 
erhebliche Anzahl der verlagerten Stellen wurden in 
Rostock neu mit Berufsanfängern besetzt, die von 
den erfahrenen Kollegen angelernt werden mussten. 
Tür die wechselweise Präsenz der Hausleitung 
wurden nun an beiden Dienstorten entsprechende 
Arbeitsräume hergerichtet. 
Jer so entstandene Mix aus professioneller Erfah- 
‘ung und jugendlichem Elan erwies sich als be- 
sonders vorteilhaft, um die im folgenden Jahrzehnt 
anstehenden Umstellung von analoger auf die 
digitale Technologie In allen Arbeitsbereichen zu 
bewältigen. So wurde im Jahre 1998 die Umstel- 
ung der Seekarten der heimatlichen Gewässer auf 
das GPS-kompatible geodätische Bezugssystem 
WGS84 begonnen. Etwa zeitgleich begann die 
Einführung digitaler kartographischer Bearbeitungs- 
nNethoden für gedruckte Seekarten. Vollkommenes 
Neuland in der Seekartographie wurde mit der 
versuchsweisen Herstellung digitaler Seekarten- 
daten für die Elektronische Seekarte ECDIS ab 1997 
betreten. Erste praktische Seeerprobungen darauf 
aufbauender Navigationstechnologien fanden 1998 
in einem gemeinsamen Projekt des BSH, der 
Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes 
(WSV), dem Fachbereich Seefahrt Warnemünde 
und dem schwedischen hydrographischen Dienst 
auf den Fährlinien Rostock/Travemünde nach 
Trelleborg/Schweden unter dem Namen BAFEGIS 
(Baltic Sea Ferry Guidance and Information System) 
statt. 
Projektgruppe BAFEGIS: (v. I. n. r.) Benny Pettersson (Schwedische Schifffahrtsverwaltung), Prof. Dr. Knud 
Benedict (FH Wismar), Klaus Strübing (BSH), Bo Tryggö (Schwedische Schifffahrtsverwaltung), Hans-Heinrich Callsen- 
Bracker (BMVBS), Horst Hecht (BMVBS), Peter Hannken (BMVBS) und Ingo Harre (STN ATLAS Elektronik)
	        
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