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| Gesamtdeutsche Entwicklung seit 1990
5.2 Beständigkeit im Wandel
Zug um Zug wurden nun Aufgaben von Hamburg
nach Rostock verlagert. Die erforderliche und dabei
möglichst sozialverträgliche Umsetzung von Mitar-
beitern setzte an beiden Dienstorten das „Personal-
Karussell“ ordentlich in Gang: Für die in Rostock mit
Hamburger Kollegen zu besetzenden Dienstposter
mussten Umzugswillige gefunden werden. Für
Mitarbeiter, die aus unterschiedlichen Gründen am
Standort Hamburg bleiben wollten, mussten Aus-
weichlösungen in anderen Abteilungen geschaffen
werden. Einige gingen, wenn die Voraussetzungen
erfüllt waren, in den vorgezogenen Ruhestand. Eine
erhebliche Anzahl der verlagerten Stellen wurden in
Rostock neu mit Berufsanfängern besetzt, die von
den erfahrenen Kollegen angelernt werden mussten.
Tür die wechselweise Präsenz der Hausleitung
wurden nun an beiden Dienstorten entsprechende
Arbeitsräume hergerichtet.
Jer so entstandene Mix aus professioneller Erfah-
‘ung und jugendlichem Elan erwies sich als be-
sonders vorteilhaft, um die im folgenden Jahrzehnt
anstehenden Umstellung von analoger auf die
digitale Technologie In allen Arbeitsbereichen zu
bewältigen. So wurde im Jahre 1998 die Umstel-
ung der Seekarten der heimatlichen Gewässer auf
das GPS-kompatible geodätische Bezugssystem
WGS84 begonnen. Etwa zeitgleich begann die
Einführung digitaler kartographischer Bearbeitungs-
nNethoden für gedruckte Seekarten. Vollkommenes
Neuland in der Seekartographie wurde mit der
versuchsweisen Herstellung digitaler Seekarten-
daten für die Elektronische Seekarte ECDIS ab 1997
betreten. Erste praktische Seeerprobungen darauf
aufbauender Navigationstechnologien fanden 1998
in einem gemeinsamen Projekt des BSH, der
Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
(WSV), dem Fachbereich Seefahrt Warnemünde
und dem schwedischen hydrographischen Dienst
auf den Fährlinien Rostock/Travemünde nach
Trelleborg/Schweden unter dem Namen BAFEGIS
(Baltic Sea Ferry Guidance and Information System)
statt.
Projektgruppe BAFEGIS: (v. I. n. r.) Benny Pettersson (Schwedische Schifffahrtsverwaltung), Prof. Dr. Knud
Benedict (FH Wismar), Klaus Strübing (BSH), Bo Tryggö (Schwedische Schifffahrtsverwaltung), Hans-Heinrich Callsen-
Bracker (BMVBS), Horst Hecht (BMVBS), Peter Hannken (BMVBS) und Ingo Harre (STN ATLAS Elektronik)