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Full text: 150 Jahre amtliche deutsche Hydrographie 1861 - 2011

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| Zwei nationale hydrographische Dienste - eine Aufgabe 
Neben dem bis an die Leistungsgrenze gehenden 
Einsatz der Mitarbeiter darf nicht die Unterstützung 
durch andere Dienststellen in Hamburg vergessen 
werden, So gestattete zum Beispiel die damalige 
dauptvermessungsabteilung des Landes Schleswig- 
Aolstein dem DHI, ihre Druckpresse mitzubenutzen. 
=s war damals die einzige Presse in Hamburg, die 
m Seekartenformat drucken konnte. Andere Stellen 
halfen mit Leihgaben von Geräten oder durch Be- 
reitstellen von Räumen. So konnte im Oktober 1945 
die erste Nummer der „Nachrichten für Seefahrer 
erscheinen, und 1946 bereits etwa 69000 Seekarten 
an die Benutzer abgegeben werden. 
33 Bände Seehandbücher diejenigen Gebiete, die 
‘ür die deutsche Schifffahrt die wesentlichen Fahrt- 
gebiete waren. Nur das Leuchtfeuerverzeichnis, 
der Nautische Funkdienst und die Nachrichten für 
Seefahrer waren weltweit ausgelegt. Die amtliche 
Hydrographie der Bundesrepublik Deutschland 
stand damit nach Großbritannien, den USA, Frank- 
"eich und der UdSSR, die alle über ein weltweites 
Seekarten- und Bücherwerk verfügten, auf etwa 
ainer Stufe mit Japan und Kanada 
m Jahre 1948 gelang es, die Hydrographie an 
zwei Orten in der Stadt zusammenzufassen: See- 
xartenwerk und Seekartenvermessung wurden auf 
dem Gelände des ehemaligen Marine-Arsenals in 
Aamburg-Tollerort untergebracht, und die Abteilung 
\autische Veröffentlichungen kam in dem damali- 
Jen Seemannshaus unter. Im Januar 1950 endlich 
<onnte der Grundstein für den Bau des heutigen 
Dienstgebäudes des BSH in Hamburg gelegt 
werden. Anfang 1954 bezogen die „Nautischen 
Veröffentlichungen“ den fertiggestellten zweiten 
3auabschnitt. Im August 1957 siedelten die beider 
anderen Abteilungen in den zu diesem Zeitpunkt 
'ertiggestellten dritten Bauabschnitt dieses Ge- 
Däudes über. Damit waren alle Abteilungen, die 
dem ehemaligen Hydrographischen Bureau ent- 
sprachen, im westlichen Teil Deutschlands wieder 
unter einem Dach vereint. 
Ehemaliges Marniearsenal am Tollerort, Hamburg 
Im Jahre 1949 entfielen für die deutsche Schifffahrt 
die bis dahin bestehenden geographischen Be- 
schränkungen und im folgenden Jahr teilweise die 
dem Schiffbau auferlegten technischen Einschrän- 
<ungen. Die amtliche deutsche Hydrographie war 
damit wieder als Dienst für die deutsche Schifffahrt 
voll gefordert. Ihre Ziele orientierten sich jedoch 
nicht mehr an den weitgesteckten Zielen von 1902, 
ein weltumspannendes Karten- und Bücherwerk zu 
schaffen. Bis zum Ende der achtziger Jahre über- 
deckten etwa 1000 verschiedene Karten und 
Bauphase BSH Hamburg um 1952
	        
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