Historische Wurzeln | 2F
nisses aufgeführt. Als man die funktechnischen
Einrichtungen jedoch immer mehr ausbaute, ergab
sich die Notwendigkeit, diese in einem eigenständi-
gen Band zu veröffentlichen; die Trennung erfolgte
1921/22. Von diesem Zeitpunkt an führte das amt
liche Leuchtfeuerverzeichnis den Titel „Verzeichnis
der Leuchtfeuer und Signalstellen aller Meere“.
Die Signalstellen fanden nunmehr ihren Platz im
Anhang. Die rasche Entwicklung des Seefunks zu
Beginn des vorigen Jahrhunderts ermöglichte erst-
mals den gegenseitigen Empfang von Nachrichten
ind Ortungssignalen sowie den drahtlosen Informa-
jonsaustausch über weite Entfernungen auf See.
Er verbesserte damit nicht nur die Sicherheit der
Schifffahrt, sondern diente auch der für Reedereien
wichtigen Schiffslenkung. Der internationale See-
funk konnte jedoch nur funktionieren, wenn er nach
Destimmten Verfahren und festliegenden Sendeplä-
ı1en der Küstenfunkstellen mit den dazu gehören-
den Frequenz- und Zeitangaben betrieben wurde.
Den Teilnehmern am Seefunk mussten daher aktuel-
‚.e und übersichtlich angeordnete Arbeitsunterlagen
zur Verfügung stehen. Am 5. Januar 1922 wurde
deshalb vom Hydrographischen Dienst erstmals
ain gesondertes Buch als Nautischer Funkdienst
nerausgegeben. Diese Veröffentlichung war die
erste Ihrer Art in der Welt. Ein Jahr später erschien
we
in etwa gleicher Form die britische „Admiralty List
of Wireless Signals“. Der weltweite und zunächst
jährlich in einem Band erscheinende Nautische
Funkdienst umfasste anfangs die acht Abschnitte:
Funkpeilungen, Zeitsignale, Wetterberichte und
Sturmwarnungen, Eismeldungen, nautische Warn
nachrichten, Erdbebenmeldungen, Küstenfunksta-
tionen und gesetzliche Bestimmungen. Die zuweilen
sprunghafte Entwicklung des gesamten Funk-
wesens machte in den folgenden Jahren wiederholt
aine vollkommene Neubearbeitung und Erweiterung
notwendig. Auf Wunsch der in der Nordsee- und
Ostseefahrt tätigen Reedereien und der Hochsee-
fischerei wurde von 1932 bis 1944 als Auszug aus
dem Gesamtwerk der regional begrenzte Nautische
Funk-Sprechdienst herausgegeben.
Das Nautische Jahrbuch, die Gezeitentafeln und
die Ozeanhandbücher
m Jahre 1850 erschien im Auftrag des preußischen
landelsministeriums ein „Nautisches Jahrbuch
ader vollständige Ephemeriden und Tafeln für das
Jahr 1852 zur Bestimmung der Länge und Breite
auf See nach astronomischen Beobachtungen“.
Später wurde das Jahrbuch vom Reichsamt des
Inneren, vom Reichswirtschaftsministerium, vom
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Strömungskarte aus dem Seehand-
buch „Westindien-Handbuch, 1. Teil“
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