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Full text: Prototypische Harmonisierung und Zusammenführung mariner Geodaten in einer verteilten Infrastruktur - am Beispiel der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie

Die Küste, 82 MDI-DE (2014), 103-116 
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Nitrit, Nitrat, Orthophosphat und Silikat nur Wintermessungen (November bis Februar) 
berücksichtigt wurden (BUNDESREGIERUNG 2011). Für die zeitliche Aggregation anderer 
Parameter wie Chlorophyll-a wurde in der Nordsee das 90 %-Perzentil der Messwerte 
verwendet, um Extremereignisse auszuschließen. 
3.2 Festlegungen technischer Art 
Eine wesentliche Aufgabe bestand darin, die mit dem WMS ausgelieferten Attributinfor 
mationen zu vereinheitlichen. Flierzu mussten zunächst die Benennung und die Datenty 
pen (z. B. Text einer bestimmten Länge, Ganzzahlen, Gleitkommazahlen, Boolesche 
Werte) der einzelnen Datenfelder vereinheitlicht werden. Sofern sinnvoll, wurden für die 
Inhalte der einzelnen Datenfelder zusätzlich Codelisten bzw. zulässige Wertebereiche 
festgelegt. Als Code für die Parameternamen wurde beispielsweise eine Liste in Anleh 
nung an die in der МСЮАВ (Meeres-LTnweltdatenbank) und von ICES (International 
Council for the Exploration of die Sea) verwendeten Abkürzungen erstellt (siehe auch 
Abb. 3). Die Werte für die Region bzw. Subregion, in der eine Messstelle liegt, entspre 
chen hingegen den Codes, die im Rahmen der elektronischen Berichterstattung gemäß 
MSRL verwendet wurden. Neben Festlegungen zum Aufbau und Inhalt der Attribute 
wurde eine eigene Konvention für die Benennung der Layer und Dienste erarbeitet. Für 
den Namen des WMS wurde beispielsweise „MSRL-D5-Eutrophierung“ festgelegt und 
für Sommermittelwerte der Chlorophyll-a-Konzentration von 2005 bis 2010 der Layer- 
name „CHLA_M05-10SLT“. Diese Vereinbarungen führen dazu, dass die Messdaten un 
abhängig von ihrer Herkunft einheitlich abgefragt werden können. 
3.3 Festlegungen kartographischer Art 
Für die kohärente kartographische Visualisierung der verschiedenen Parameter im Portal 
der MDI-DE wurde vereinbart, einen Satz von gemeinsamen SLDs (Styled Layer 
Descriptor) zu verwenden, der zentral auf dem Server der MDI-DE zur Verfügung ge 
stellt wird und öffentlich zugänglich ist (http://projekt.mdi-de.org/images/mdi- 
de/Publikationen/SLDs/MSRL/). In einem ersten wichtigen Schritt wurde für die Dar 
stellung für jeden einzelnen Parameter die Anzahl an Klassen sowie die Klassengrenzen 
festgelegt. Hierzu wurden Histogramme für die vorhandenen Daten erzeugt und in der 
Literatur etablierte Schwellenwerte für Bewertungen herangezogen. Für die Mehrzahl an 
Parametern wurden 6 Klassen gebildet, da diese Anzahl noch gut unterscheidbar ist, auch 
wenn bei einer Signatur nur die Helligkeit als veränderliche Variable verwendet wird (vgl. 
BuZiek et al. 2000). 
Für die Visualisierung des WMS wurden alternative Versionen erstellt, um das Ausse 
hen je nach Kontext variieren zu können. Für punkthafte Signaturen gibt es drei Varian 
ten, mit Variationen a) nur der Größe, b) nur der Helligkeit und c) einer Kombination aus 
Größe und Helligkeit. Für flächenhafte Signaturen wurden zum einen eine Variante mit 
vollflächiger Füllung mit Variation der Helligkeit und zum anderen eine Variante mit 
Schraffur mit Variation der Strichstärke erstellt. Lim das Erscheinungsbild in der Karte 
über verschiedene Maßstabsbereiche hinweg zu optimieren, wurde zudem die Größe der 
Punktsignaturen so angepasst, dass diese bei größeren Maßstäben absolut gesehen größer 
abgebildet werden.
	        
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