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Volltext : 44, 1927

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Aus  dem  Archiv  der  Deutschen  Seewarte.  —  Nr.  X.  1920.

C)  rücklaufend:  nördlich  des  Milkflusses,  über  den  Rücken  der  westlichen  Cypreß-Hills,  die  Wood-Mountains,
  das  Plateau  des  Coteau  du  Missouri,  um  den  südöstlichen  Mouse-River-Bogen  und  die
südliche  Ausbiegung  des  Sheyenne,  nördlich  dies  Plateaus  des  Coteau  des  Prairies,  zwischen  dem
Traverse-  und  dem  Big  Stoae-See  hindurch,  um  den  Nordwestabhang  des  Coteau  du  Grand'  Bois,
zwischen  Itaska-See  und  Mississippi-Quelle  hindurch  (Ende  der  großen  westlichen  bez.  südwestlichen ­
  Ausbiegung);
D)  1.  an  den  Mesabi-Höhen  hin,  östlich  der  Rainy-Seenkette  in  etwa  20  km  Entfernung  am  Oberen  See
vorbei,  zwischen  den  Quellflüssen  der  Fort  William-Zuflüsse  und  dem  Lac  des  Mille  Lacs,  dem
Sturgeon-  und  dem  Nipigonsee  hindurch,  um  den  Nipigon-  und  um  den  Long  oder  Kenogam-See
auf  46  km  an  den  Oberen  See  heran,  nordwärts  bis  zum  Hudsonbaikompagnie-Posten  Long  Lake-House,
  wiederum  südöstlich  nach  dem  Oberen  See  zu,  nördlich  der  Quelle  des  Montreal-Flusses
hin,  südlich  vom  Abitibi-See,  zwischen  Agotawekami-  und  Kewagama-See  hindurch,  nördlich  um
den  Grand  Lake  Victoria,  dann  nordöstlich  zwischen  den  Quellseen  des  Bell-  und  des  St.  Maurioeflusses
  hindurch,  östlich  des  Obatogamau-,  des  Shabogama-  und  der  Mistassmi-Seen  hin,  zur
Peribonkaquellc,  zwischen  dem  Nookokan-See  und  dem  Natokapanfluß,  dem  Nichicun-  und  dem
Romani-See;
2.  den  Quellseen  des  Eagle-  (Big)  Flusses  und  dem  Kiniapiskau-See  hindurch,  östlich  des  Narrow-Sees
  vorbei,  in  starker  westlicher  Ausbiegung  vom  Westen  des  Kenogamisi-Sees,  zwischen
Upper  Seal-  und  Great  Long-See,  den  Lower  Seal-Seen  und  der  Stillwater-Quelle  durch,  um  den
Minto-See,  rückläufig  nordöstlich  zum  Tassialukudlik  -  See,  südwestlich  um  den  Payne-See,
schließlich  nordwestlich  in  Richtung  auf  Kap  Nuvuk.
Der  Verlauf  der  Wasserscheide  ist,  soweit  bisher  bekannt,  an  keiner  Stelle  bestimmt  durch
frühere  geologische  Grenzlinien:  weder  durch  die  der  von  Wilson  angenommenen  laurentisohen  Fastebene ­
  und  die  ides  kanadischen  Schildes, 98 )  noch  durch  die  der  Champlain-Überflutung,  der  äußersten
Strandlinie  und  der  Umrisse  der  großen  westlichen  Gletscherseen.
Charakteristisch  für  die  Wasserscheide  selbst  ist  ihre  geringe  Erhebung.  Sie  stellt  im  allgemeinen
einen  niedrigen,  300—700  m  hohen  Rücken  dar.  Die  bisher  gemessenen  Einzelhöhen  ergeben  als  Durchschnitt ­
  für  den  Nordwesten  und  Westen  400—500,  für  den  Südwesten  und  Süden  300—400,  für  den
Osten  600—700  m.  Die  Wasserscheide  prägt  sich  also  wenig  scharf  im  Landschaftsbilde  aus.  Im  einzelnen ­
  kommen  noch  geringere  Höhen  vor,  wodurch  nahe  Berührungen  mit  und  Übergangsmöglichkeiten
zu  anderen  Flußgebieten  geschaffen  werden,  wie  östlich  des  Artillery-Sees,  im  Gebiet  des  oberen  Churchill, ­
  zwischen  den  Mistassini-Seen  und  dem  Saguenay; 99 )  ferner  bei  Seen  Zweiseitigkeit  des  Abfließens,
z.  B.  beim  Wollaston-,  Siimmit-,  Keepawa-,  Whitefish-  und  Rapides-See,  früher  auch  beim  Temagami-See
  und  Grand  Lake  Victoria. 100 )
Die  Wasserscheide  des  Hudsonmeers  umspannt  ein  Flußgebiet  von  riesiger  Ausdehnung.  Es  begreift ­
  in  sich  die  Niederungen  um  das  Hudsonmeer,  den  östlichen  Nordwesten,  Manitoba,  fast  ganz
Saskatchewan,  Alberta  und  Ontario,  ungefähr  die  Hälfte  Quebecs  mit  Labrador;  dazu  Teile  Montanas,
Nord-  und  Süd-Dakotas  und  Minnesotas.  Die  Entfernung  von  der  Red  River-Quelle  bis  Beach-Point
beträgt  rund  2300,  vom  Mt.  Columbia  bis  Inner-Labrador  ungefähr  3300  km.  Der  Flfiohenraum  ergibt
etwa  3  850  000  qkm.  Damit  kennzeichnet  sich  das  Zuflußgebiet  des  Hudsonmeers  als  das  bedeutendste
Entwässerungsgebiet  Kanadas  überhaupt. 101  *  *  * )
9S )  Innerhalb  des  Kanadischen  Schildes  deckt  sich  allerdings  (nach  Bell)  die  Wasserscheide  nördlich  des
Grand  Lake  Victoria  mit  der  Grenzlinie  zwischen  der  breiten  laurentisohen  Region  im  Süden  und  dem  großen
Gürtel  huronischen  (prot.)  Gesteins  im  Norden,  der  sich  vom  Oberen  See  bis  zu  den  Mistassini-Seen  erstreckt,
s»)  Geogr.  Journ.  1903,  XXII,  S.  179.  —  The  Scott  Geogr.  Mag.  18S6,  S.  244.
*°°)  S.  die  Ausführungen  über  rezente  Hebung  S.  42  dieser  Arbeit.
ioi)  Berechnet  nach  den  Angaben  von  A.  S.  White.  The  Seottish  Geogr.  Mag.  1913,  S.  530.  (Vgl.  auch  W.  L.  Grant.
Geogr.  Journ.  1911,  Bd.  38,  S.  370.)  Das  atlantische  Gebiet  ohne  Hudsonmeer:  1  435  000  qkm.
das  pacifische:  1002  000  qkm  und
das  arktische:  3  300  000  qkm,
            
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