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Volltext : 23: Beobachtungen auf den deutschen Feuerschiffen der Nord- und Ostsee im Jahre 1965 sowie Monatsmittelwerte von Temperatur und Salzgehalt des Jahres 1965

Die  nachfolgende  Aufstellung  gibt  ein  Verzeichnis  der  Beobachtungsschiffe ­
  und  ihrer  Positionen,  der  mittleren  Wassertiefe  sowie
des  Jahres,  in  dem  die  Beobachtungen  begonnen  haben.

A.  Nordsee
Feuerschiff

Position
N-Breite  E-Länge

Wassertiefe

Beginn  der
Beobachtungen

Borkumriff

53°  45,0'  6°  24,0'

etwa  25  m

1954  (1921)

P  8

54  16,0  7  11,5

„  37

1947

P  12

54  00,0  7  51,5

„  35

1948

Elbe  I

54  00,0  8  10,7

,,  24

1947  (1920)

Weser

53  51,5  7  53,3

„  22

1947  (1921)

B.  Ostsee

Feuerschiff

Position

Wassertiefe

Beginn  der

N-Breite  E-Länge

Beobachtungen

Flensburg
Kiel

außer  Dienst
54°  28,9'  10°  16,8'

etwa  18  m

1936

Fehmarnbelt

54  36,0  11  09,0

„  28

1921

Die  nebenstehende  Karte  zeigt  die  geographische  Lage  der  Nordund
  Ostseefeuerschiffe.
Das  F-Schiff  „P8"  meldete  ab  1.  Jan.  1965  eine  gelotete  Wassertiefe ­
  von  37  m.  Das  F-Schiff  „Kiel“  hat  ab  5.  Mai  1964  eine  neue  Position ­
  (siehe  unter  B.  Ostsee!).
Das  F-Schiff  „P  8"  lag  vom  2.  11.  bis  10.  11.  65  nicht  auf  Position.
F-Schiff  „Flensburg"  wurde  am  11.  VI.  1963  außer  Dienst  gestellt
(Leuchtfeuer  „Kalkgrund").
Das  F-Schiff  „P  12"  war  von  28.  April  bis  5.  Oktober  nicht  auf
Station.  Während  der  Werftliegezeiten  der  übrigen  Feuerschiffe  wird
es  oft  im  Jahr  als  Reservefeuerschiff  auf  deren  Positionen  eingesetzt.
Die  Beobachtungen  von  Temperatur  und  Salzgehalt  auf  Station  „P12"
werden  in  kleinerem  Umfang  von  Handelsschiffen  der  Hamburg—
Hull-Route  durchgeführt.  Ihre  Mittelwerte  werden  jährlich  in  Annales
Biologiques  [vgl.  E.  Goedecke,  Kopenhagen  1961,  Vol.  No.  XVI  (1959),
S.  51  u.  ff.]  veröffentlicht.
Die  Beobachtungen  an  Bord  sowie  die
Aufstellung  der  nachfolgend  abgedruckten  Tabellen
A.  Nordsee
Wind.  Die  Beobachtungen  erfolgten  zwölfmal  am  Tage,  um  02 h ,
04 h ,  06 h usw.MEZ.  Die  Windrichtung  (woher  der  Wind  kommt)  wurde
„fehlweisend“  angegeben,  d.  h.  ohne  Berücksichtigung  von  Mißweisung ­

  und  Deviation;  benutzt  wurde  die  36teilige  Skala  (Nord  =••  36,
Ost  =  09,  S  =  18,  West  =  27).  Die  Windstärke  wurde  nach  der  Beaufort-Skala ­
  geschätzt.  —  Alle  Beobachtungswerte  sind  Tag  für  Tag  in
die  nachfolgenden  Tabellen  übernommen  worden.  War  im  Beobachtungsbuch ­
  in  einem  Einzelfall  die  Angabe  der  Windstärke  nicht  eindeutig, ­
  d.  h.  war  als  Windstärke  z.  B.  7—8  angegeben,  so  ist  in  den
Tabellen  die  geringere  Windstärke  auf  genommen  worden;  folgten
jedoch  im  Beobachtungsbuch  mehrere  nicht  eindeutige  Angaben
hintereinander,  so  wurde  —  einem  stetigen  Übergang  entsprechend
—  jeweils  entweder  die  niedrigere  oder  die  höhere  Windstärke  eingetragen. ­
  Windstärken  von  8  und  mehr  Beaufort  sind  in  den  Tabellen
durch  Unterstreichen  hervorgehoben.

Seegang.  Die  Beobachtungen  wurden  gleichfalls  alle  zwei  Stunden ­
  (02 h ,  04 h ,  06 h  usw.  MEZ)  ausgeführt.  Die  Richtung  wurde  wie
beim  Wind  nach  der  36teiligen  Skala  angegeben,  die  Stärke  nach  der
Petersen-Skala  geschätzt.  —  Seegangsskala  nach  Petersen;
0  =  spiegelglatt  3  =  leicht  bewegt  7  =  hohe  See
1  =  gekräuselt  4  —  mäßig  bewegt  8  =  sehr  hohe  See
2  =  schwach  bewegt  5  =  grobe  See  9  =  außergewöhnlich
(kleine  Wellen)  6  =  sehr  grobe  See  schwere  See

In  die  nachfolgenden  Tabellen  sind  die  so  angestellten  Seegangsbeobachtungen ­
  für  jeden  Tag  eingetragen  worden.  Alle  Seegangsstärken ­
  von  7  und  mehr  wurden  durch  Unterstreichen  kenntlich
gemacht.
Die  Dünung  wurde  zwar  beobachtet,  ist  aber  in  die  Tabellen
nicht  aufgenommen  worden.
Strom.  Die  Beobachtungen  wurden,  wie  beim  Wind  und  Seegang,
zwölfmal  am  Tage  (02 h ,  04 h ,  06 h  usw.  MEZ)  angestellt.  Zur  Strommessung ­
  wurden  ein  Strommeßgerät,  bestehend  aus  einer  Doppelkegelboje ­
  und  einem  darunterhängenden  Plattenkreuz  (s.  Abb.  1),  Gesamttauchtiefe
  etwa  90  cm,  sowie  eine  Sanduhr  von  60  sec  Laufzeit
benutzt.  Bei  der  Durchführung  der  Beobachtungen  wurde  das  Stromkreuz ­
  nebst  Boje  an  einem  Vorläufer  von  etwa  einer  halben  Schiffslänge, ­
  verbunden  mit  einer  in  Meter  geteilten  Leine,  über  Bord  gegeben. ­
  Aus  der  ausgelaufenen  Leinenlänge  wurde  dann  die  Stromgeschwindigkeit ­
  mit  Hilfe  der  Sanduhr  in  m/min  bestimmt.  Zur  Festlegung ­
  der  Stromrichtung  wurde  der  Winkel  zwischen  Boje  und  Kiel
mit  einem  Peilquadranten  (s.  Abbildung  1)  vom  Heck  aus  gemessen.
In  den  nachfolgenden  Tabellen  ist  die  Stromrichtung  (wohin  der
Strom  setzt)  „rechtweisend"  angegeben,  d.  h.  unter  Berücksichtigung
von  Mißweisung  und  Deviation;  die  Angabe  erfolgt  in  Graden.  Die
            
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