accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 67, 1939

Defant, A.: Das Druck- u, Stromfeld in Stromsystemen u. ihre Wechselbeziehungen zueinander, 237 
Diffusionsprozeß verstärkt demnach etwas die Massenanhäufung rechts und ruft 
gleichzeitig im umgebenden Medium schwache Gegenströme hervor. 
Zum weiteren Studium der Wechselbeziehungen zwischen Massenfeld und 
Stromfeld hat nun Rossby in einer zweiten Arbeit!) den interessanten Fall 
analysiert, daß ein vorgegebenes Windsystem über einem bestimmten Teil einer 
Ozeanoberfläche eine Strö- 
mung bestimmter Stärke her- 
vorruft und erhält. Wie er- 
folgt der Mechanismus der 
Anpassung des Massenfeldes 
zum vorgegebenen Stromfeld ? 
ist das Problem, das Rossby 
sich stellt. Er gibt zunächst 
eine Lösung unter Ausschluß 
der Wirkungen der seitlichen 
Vermischung und will diese 
Wirkung in einer späteren 
Arbeit nachholen. 
Er betrachtet zunächst 
einen homogenen inkompres- 
siblen Ozean konstanter Tiefe 
D., der zu Anfang in Ruhe 
ist. Durch Windwirkung wird 
einem Streifen dieses Meeres 
von der Breite 2a ein be- 
stimmter Bewegungsmoment 
übertragen. Die in der Rich- 
tung der x-Achse in der 
Wassersäule zwischen y = + a 
und y = — a sich einstellende 
gleichförmige Geschwindigkeit Abb. 4 Die den Geschwindigkeitsprofilen der Abb. 8 
» N £ a 4&, 1e den Chwindiıgkeitsproflen der . 
omen ‘ in beme ke ed entsprechenden Profile der Wasseroberfläche. 
oberfläche ist dann M=20u,aD,. Auf der rotierenden Erde ist dieses M 
gekoppelt an eine Coriolis’ Kraft der Größe fM, die um 90° cum sole von der 
Stromrichtung wirkt. Anfangs existiert kein Druckgradient, der dieser Kraft das 
Gleichgewicht hält, aber allmäh- 
lich werden Massen nach rechts 
so lange transportiert, bis dieser 
Gleichgewichtszustand erreicht 
ist. Wie sieht dieser schließliche 
Gleichgewichtszustand aus? Wenn 
die Geschwindigkeitsverteilung 
innerhalb des Stromes gleich- 
förmig und konstant ist, dann 
wird im Endstadium auch die 
Neigung der Meeresoberfläche 
konstant sein, und demnach wird 
der allgemeine Charakter des 
Endstadiums durch die Abb, 5 
veranschaulicht sein. Man erkennt, daß während des Angleichungsvorganges 
individuelle Flüssigkeitssäulen links von der Hauptströmung in vertikaler Rich- 
tung schrumpfen und in horizontaler sich strecken. 
Die Bewegungsgleichungen sind nun folgende: In der x-Richtung, da hier 
kein Druckgradient vorhanden ist und Reibung nicht berücksichtigt wird, ein- 
fach an fv; ist yo die Anfangslage eines vertikalen Wasserfadens links 
7 A 
4) C, G. Rossby: On the mutual adjustment of pressure and velocity distributions in certain 
simple current systems. II. Journ, of mar. res. Vol, 1. 1937/38, S, 239.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.