accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 70 (1942)

58 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1942, 
Differenz ist das der Fall, aber nicht so ausgesprochen; im Frühling sind die 
Kff, sogar positiv. Überall aber findet man, daß sich die einzelnen Monate 
verschieden verhalten!. Man wird daraus den Schluß ziehen dürfen: 
Alle Untersuchungen gleichviel welcher Art, die nur die Jahresmittel be- 
rücksichtigen, können die volle Wirksamkeit der zu untersuchenden Faktoren nicht 
voll erfassen, sondern nur die Differenzen, die aus den Monatswerten sich ergeben ! 
Auch die Streuungen der Temperatur sind eng „korreliert“?)., D.h.: die 
Wechsel zwischen warmen und kalten Monaten sind an beiden Orten im wesent- 
lichen gleich verlaufen. 
Die Korrelation zwischen der Temperatur und der Differenz beider Stationen 
ist für Berlin schwach positiv und muß infolgedessen für Leipzig entsprechend 
negativ sein. Sie bedeutet: bei hohen Berliner Temperaturen „kommt Leipzig 
nicht ganz mit“ — Großstadteinfluß ? 
6. Jährlicher Gang der Korrelationsfaktoren. Wir müssen nun den im vorigen 
Abschnitt bereits erwähnten jährlichen Gang der Kff. betrachten. Ohne Angabe 
der mittleren Fehler würde man kein zutreffendes Bild bekommen; andererseits 
ist zu berücksichtigen, daß sie zum Teil nur durch einzelne besonders stark 
herausfallende Werte („Zacken“) erzeugt werden, Diese wirken aber auch insofern 
auf die Ermittlung des jährlichen Ganges ein, als sie eine Phasenverschiebung 
erzeugen. Beobachtungswerte, die derart herausfallen, würde man in der Astro- 
nomie natürlich als Beobachtungsfehler ansehen und nicht in die Rechnung ein- 
beziehen. Wir sind hier nicht. in dieser glücklichen Lage! 
Tabelle 6. Konstanten des jährlichen Ganges der Korrelationsfaktoren (100 k). 
Korrelations- 
faktor 
T. (B.-L.} Tab. 1... 
T. (B.-L.) Tab. 4... 
B, (T. Str.) ....... 
L.(T. Str.) ....... 
A(T. Str.) ........ 
B. (Tot) .......... 
DL (T.£) 0.0.000000 
AL. .......0.. 
DS Dass seane 
L. (Str. 4)... | 
4 Str. t) ... 
Str. (B.-L.) . . 
T.(B. A) 2... » 
Te A 
Mittel 
a | & 
7-92 +21 
178 3,8 
MM 12.7 
26 9.7 
„12! 1l 
32 104 
L 5 8.7 
133 88 
27 ! 
„37! 4 
- € 8 
. 77 x ee 
20 
Periodische Glieder Se 
a im 1% as a | % 
SA 88" 
3.11 56 60 
24,9 12.7 211 
18.6! 18:5) 145 
17. 10 | 86 
12.8 13.2 344 
3.1 116 64 
23.01 - 10.8! 358 
13 2 18 9 
10 12 23 
9.7 fr 
20.5; 7,5] F° 
2% m | 
12 in * 
1% + 
8.9 
29.0 13° 
6.2 144 
37 1 7 
24,9 a8 
28.2 10.5 
17.7: 108 
2 * Da 
“ 
Mn 
7) 
56 
Bel. Anıplitaden. 
er | Co | al a1 
0.09 
0.04 
1.04 
0.68 
1.41 
46 0.40 
5% 0.62 
2/4 0.70 
313 0.32 
306 0.28 
255 0.7 
347 0,2% 
cr ! 1.50 
94 04° 
0.04 
A1U1 
1.20 
4,24 
3.08 
0,75 
5.64 
2,55 
2.35 
0,32 
0.17 
LE 
7,08 
1 227 
0,54 
2.35 
1.17 
0,33 
2.18 
1.93 
315 
77 
1.08 
1.20 
1.22 
D.48 
1.39 
4,33 
Wie gering man die Realität vieler Konstanten des jährlichen Ganges be- 
werten muß, geht aus der Angabe der mittleren Fehler hervor, die verschiedent- 
lich sogar zunehmen (während die Quadratsumme selber, der Methode der 
kleinsten Quadrate gemäß, abnehmen muß). Deshalb sollen die Erläuterungen 
auch nur kurz gefaßt werden. 
Die Zeilen 1 und 2 sollten eigentlich annähernd gleiche Werte ergeben. Es 
stimmt aber nur die Phase des ganzjährigen Gliedes, Da nun die mittleren 
Fehler der zweiten Zeile größer als die Werte selber sind und bei Zunahme des 
halbjährigen Gliedes nicht abnehmen, wird man sie als zu unsicher ansehen und 
den Werten der 1. Zeile eher Vertrauen schenken können. Sie wären dahin zu 
deuten, daß die Korrelationen zwischen den Monatstemperaturen von Berlin und 
Leipzig im Winter am stärksten sind und im Sommer ein sekundäres Maximum 
erreichen, was man ja aus Tab, 4 schon direkt entnehmen kann. 
Obwohl die Beziehung zwischen Temperatur und Streuung bei beiden 
Stationen im Jahresmittel fast gleich — übrigens negativ — ist, weicht der jähr- 
liche Gang bedeutend ab. Für Berlin erhalten die periodischen Glieder mittlere 
1) Auch Vierteljahrsmittel geben noch charakteristisch verschiedene Werte. — %) Dies neu- 
zorhe gung Wort zeigt, daß das Latein, soweit es verwandt wird, auch heute noch „keine tote 
Aprache“ ist!
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.