56 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1942,
Tabelle 3. Jährlicher Gang der Temperatur in Berlin und Leipzig in den Jahren 1831 bis 1900
nebst dem der Differenzen und der Streuungen der Monatsmittel. (= mittlerer Fehler.)
Berlin .
T. 2! Str.
jan,
Tebhr.
Tärz
April
Mai
Tuni
Fuli
Aug,
Sept.
kt.
Nov.
Dez.
480°
0,74
3,38
5.40
3.39
17.41
18.73
8,01
4.58
9.44
3.93
Ü.78
15°
„50
).65
J.41
).55
0.24
).34
).49
3,37
0.46
).64
0.94
Mittel
9.03
050
Mawws
üb 44 9,89
Hoss bi
a... f 198°
ES 0.19
Why ww ——
a
Ur... —
Ag 0.4 =
A: Ay 0.019
0.06
Leipzig
T. Str.
1.29°
146
3.12
3.06
‚2.57
16,94
18.00
17.45
13.76
3.88
3.20
0.28
191°
148
3,39
3,39 ©
67
1.49
0.36
0.42
0.35 |
0.56
1.19
3.58
8.52
0.57
9.32
‚0.07
07°
0.32
a9
J.034
Differenz dd
T. | Str.
149° 28°
28 >44
I.26 3.46
3.35 0.36
4.52 5,32
).44 7.24
0.73 124
5.56 3,38
4.82 0.28
0.57 0.38
0.73 0.69
0.48 0,37
0.52
- 0.05
0.39
0.035
0.18; 0.09
„0.03; +0,02
249° 345°
0.03; 0.06
0.042 0.09
328° 230°
9.36 0.23
0.07 0.15
0.19 0.67
Streuung
Berlin | Leipzig
TG"
2.68
2.11
148 |
1,76 |
‘29
52
40
15
‚26
‚62
2.45
*o
2.79
2,28
1.52
1.78
1.33
1.42 *
37
20
1.32
‚57
264
1.79
1.85
0.18
0.18
0.64
0.10
31°
0.33
- 0.07
35°
0.34
0.18
0.52
0,71
0.09
35°
0.38
0.06
53°
0.40
0.21
0.34
Stromungs
Berlin ; Leipzig
15° 91°
150 48
165 0,39
J41 0.39
9,55 0.67
7.24 0.49
234 ; 0.36
D49 : 042
037 ' 0.35
0.46 0.56
0.64 1.19
0.24 0.58
0.50
. 0.57
0.06
0.25
0.08 |
9
0.13
- 0.07
183°
0.50 0.33
0.26 | 031 |
052 * 0.04
“ 0.07
0.19
+ 0.08
351°
0.18
x 0.08
296°
Streuung;
Berlin | Leipzig
144° + 049°
).59 0.61
0.35 . 0.40
0.16 0.22
0.53 . 0.60
0.35 0.24
0.37 . 0.30
2.24 0.40
2.11; 0.13
0.15! 0.14
9.31 0.32
0.43 | 0.40
- 0,35
“ 0.04
+ 0.36
x 0.05
0.10’ 0.13
-0.05 + 0.05
49° 60°
0.06 0.10
0.05 + 0.05
20° 18°
0.29 0.36
0.18 0.28
0.60‘ 0.77
Der Anfangspunkt der Zählung ist der Jahresanfang, also m = */, für Januar,
= 11 für Februar zu setzen usw. Daß die Monate strenggenommen keine
Jahreszwölftel sind, macht nicht viel aus; die Kälte- und Wärmerückfälle kommen
wegen der Zusammenfassung zu Monaten nicht in Frage, Die Phase des ganz-
jährigen Gliedes ist dieselbe, wie ich sie schon früher für andere berechnet
habe; das !/„jährige kommt dagegen nicht in Betracht. Für Leipzig gilt genau
dasselbe. Die Differenzen haben auch einen Gang: sie sind in der zweiten
Jahreshälfte größer als in der ersten. Man könnte erwarten, daß sich der bei
Berlin sehr starke „Großstadteinfluß“ mehr geltend machte, aber offenbar wirkt
er auch bei Leipzig schon mit. Die Jahresamplitude a, ist bei Leipzig etwas
kleiner als in Berlin, was man wohl aber kaum als Zeichen einer größeren
Kontinentalität Berlins ansehen kann — allerdings ist die „Leipziger Bucht“
immerhin etwas gegen kontinentale Einflüsse geschützt. Hier müßte, man auf
Windbeobachtungen zurückgreifen. Nach dem ABmannschen Werk‘), das freilich
andere Epochen hat, ist aber die Häufigkeit kontinentaler (Nord- bis Ostwinde)
in Leipzig eher größer als in Berlin.
Interessant ist der Gang der Streuungen, zunächst der Str... Sie sind im
Winter am größten; da aber April’) und September verhältnismäßig geringe
haben, tritt auch ein, nach der Abnahme des mittleren Fehlers bei seiner Mit-
führung reelles, halbjähriges Glied auf, im Gegensatz zu den Temperaturen
selbst. Es ist sogar halb so groß wie das ganzjährige; für die beiden Stationen
ist auch hier wieder vollkommene Übereinstimmung festzustellen. Die Phase des
Hauptgliedes, die um 180° von der der Temperatur abweichen sollte, tut es nicht
ganz; das liegt an der geringen Streuung des November, die wohl nur Zufall
ist, wie ich aus dem späteren Verhalten nach einer allerdings nur oberfläch-
lichen Prüfung schließen .möchte.
Auch die Str., haben einen Gang, der eigentlich mit dem der Str., überein-
stimmen müßte. Die relativen Amplituden?) sind nicht viel kleiner als bei den
‘) Aßmann, Die Winde in Deutschland, Braunschweig 1910, S. 8. — 2) Wie schon Hellmann
von Elsner) auffiel: Klima von Berlin. II, Teil. S. 34. — 3) Von den Temperaturen selbst kann
man keine relativen Amplituden bilden, da es keine sogen, „absoluten Temperaturen“ sind. Würde
man 273° zuzählen., so bekäme man a. 0. kleine relative Amplituden, etwa 0.085,