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Volltext: 70, 1942

5 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1942, 
mit „Eiswert“ bezeichnet wurde. Im Eiswert wird der Stärke des Eises durch 
eine Gewichtsbewertung Rechnung getragen. Und da die Stärke des Eises im 
Grade der Schiffahrtsbehinderung zum Ausdruck kommt, so wurden 
die Anzahl der Tage mit Eis, doch ohne Schiffahrtsbehinderung 
mit dem Faktor 0. .0.0.0000 000000 an 
die Anzahl der Tage mit Eis, in denen die Schiffahrt {für Segler 
durch Eis erschwert war, mit dem Faktor............. 
lie Anzahl der Tage mit Eis, in denen die Schiffahrt für Dampfer 
erschwert war, mit dem Faktor 0. ......0.0..0.0.00.0.0.0101/ 22 
die Anzahl der Tage, in denen die Schiffahrt geschlossen war, 
mit dem Faklor ; 0.0 0 0 x a 00H. Mann aaa 4 
multipliziert und die so erhaltenen Produkte für jede Station und jeden Winter 
summiert. Das arithmetische 
Mittel der Eiswerte aller Sta- 
tionen eines bestimmten Gebietes 
ist dann der Eiswert dieses Ge- 
bietes. Da es darauf ankam, den 
Einfluß des Wärmevorrats eines 
Sommers auf die Vereisung des 
hm folgenden Winters gegen- 
iber seiner Frostlage zu zeigen, 
reichte, anstatt einer der Kilte- 
summe Ääquivalenten Wärme- 
summe, zur Kennzeichnung der 
sommerlichen Wärmemenge das 
lie sieben Sommermonate April 
bis Oktober umfassende Tempe- 
raturmittel aus und zur Kenn- 
zeichnug des winterlichen Kälte- 
zustandes das Temperaturmittel 
Jer für die Vereisung wichtig- 
sten Monate Dezember bis Fe- 
oruar, Kälte- und Wärmesumme 
hätten in dieser Betrachtung 
wahrscheinlich zum gleichen Er- 
zebnis geführt, doch erscheinen 
lie Temperaturmittel für einen 
Vergleich insofern als geeigneter, 
als die Temperaturmittel aus den 
Tagesmitteln aller Sommer- bzw. 
Wintertage abgeleitet sind, wäh- 
rend die Wärmesumme zwar 
ebenfalls die Tagesmittel aller 
Sommertage (Summe der Temperaturmittel über 0°C), die Kältesumme aber 
nur eine Auswahl der Tagesmittel der Wintertage umfaßt. Wärmesumme und 
Temperaturmittel der Sommertage sind gewissermaßen identisch (Temperatur- 
mittel = Wärmesumme, dividiert durch die Anzahl der Tage), Kältesumme und 
Temperaturmittel der Wintermonate aber nicht. Um keine großen Zahlen zu 
schleppen, wurden die Temperaturmittel der Sommer wie auch der Winter 
für die ganze Periode 1903—1935 gemittelt und nur die Anomalien gegen die 
Mittelwerte betrachtet; das gleiche wurde auch für die Eiswerte durchgeführt, 
Die Bezugsstationen waren Königsberg und Rügenwalde, deren Mittel die deutsche 
Ostseeküste repräsentieren sollte. Wir erhielten also für jedes Jahr (Sommer und 
darauffolgenden Winter) ein Wertetripel: Anomalie der Sommertemperatur, der 
Wintertemperatur und des Eiswertes. Von diesen Wertetripeln wurden nun 
diejenigen gestrichen, bei denen ein Einfluß des oben unter 1 genannten Faktors 
aus dem Material leicht erkennbar war, und ferner diejenigen, die weder einen 
sommerlichen Wärmeüberschuß- noch -unterschuß aufwiesen, deren Anomalie der 
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