accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 70, 1942

Wedemeyer, A.: Azimuttafeln, -meßkarten und -diagramme. 383 
Man trägt diese Leitpunkte in die Seekarte ein und verbindet sie durch eine 
Gerade, die Standlinie. Bei Benutzung von Gitterpapier legt man eine Gerade 
unter X 63° an eine Waagerechte an und hat in dem neuen Schenkel den Breiten- 
maßstab wie beim Zeichnen der Höhenstandlinie, 
Man verschiebt die erste Standlinie 220° 60 Sm. Von vornherein ist klar, 
daß der zweite Schiffsort etwa zwischen 62° und 63° N liegen wird. Daher liest 
man aus den Diagrammen %@, = 62°, @ı = 63°, a = 141.5°, 6 = Oparis = 48.85° ab 
Al; = 15.6° und 42, = 146°, mithin 
A = 15.6° — 2.3° = 13.3° und A, = 14.6° — 2.3° = 12,3°, 
Mithin sind die Leitpunkte der zweiten Standlinie 
93 = 62° N, Az = 13.3° W und 9, = 63° N, 4, = 12.3°W, 
Der Schnittpunkt der beiden Standlinien ergibt den Schiffsort bei der 
zweiten Peilung p = 62.9° N, i = 15.55° W, 
Man benutzt das folgende Schema. Bei der Entnahme beachte man, daß 
die a-Linie zwischen zwei t-Linien sechs Teilpunkte trägt und nicht fünf, also 
ein Teilpunkt 42 = 0.2°, , 
a 100° ö = 58,5° Aa 1415° = 48,850 
P1 63° AA, 24.20° 2, 9.72° W IT 3; 62° AA; 15.6° 2, 13,3° W 
Karlsborg 14.48°O Paris 23°0 
@ 64° A, 2770° 2, 13.22° W IV gg, 63° A224, 146° A, 12.3° W. 
Dies Beispiel mußte ungünstig gewählt werden, da mir nur wenige Probe- 
drucke der Diagramme vorlagen, daher auch der ungünstige Winkel zwischen 
den Azimuten. Andrerseits kann der Leser leicht die Ergebnisse prüfen, denn 
bei den kleinen A) kann man nach der Tangentenmethode die Richtungen der 
Standlinien schnell errechnen und mit denen der Zeichnung vergleichen, Man 
hätte die Berechnung des Zweiten Leitpunktes durch Benutzung der roten 
Zahlen des Diagramms @ =: 63° ersparen können, müßte aber das gemessene 
Azimut, wenn man es für 63° 15’ entnehmen wollte, um }1-4.2° kürzen und 
erhielte A4= 25°. Dann muß der Tangentenwinkel z = isin g, den man der 
kleinen Skala im N. F, entnimmt, zu a hinzugezählt werden. 
2. Beispiel. Eine Peilstelle auf 63° N peilt einen Sender in 280° = N 80° W. 
Aus dem Diagramm = 63° liest man die Schnitte des Großkreises, der den 
Meridian der Peilstelle unter den X a = 80° schneidet, mit den Breiten- 
parallelen (6) unmittelbar ab. 
m— 68° Al = 22,30; p=60° Ai=41.4°; Pp=50° 44 = 64,7° 
62 81.0 59 44.9 49 66.2 
61 269 58 481 48 ß7R 
Dies Beispiel zeigt, wie sorgfältig das Diagramm gezeichnet ist, denn die 
wahren 42 weichen von denen, die aus dem in kleinem Maßstabe entworfenen 
Diagramm ermittelt wurden, nur stellenweise um 0.1° ab, 
Die Azimutdiagramme sind ein guter Ersatz für die Großkreiskarten. Sie 
haben den Vorzug, daß keine langen Linien zu ziehen sind und das Diagramm 
brauchbar ist, wenn die Großkreiskarten ganz versagen. 
Über die innere thermische Unruhe des Meeres. 
Von Kurt Kalle, Deutsche Seewarte, Hamburg. 
(Hierzu Tafeln 26 und 27 mit Abb. 3 bis 11.) 
Daß an den Grenzflächen zweier sich überlagernder Wasserkörper, den 
Sprungschichten im Meere, interne Wellen auftreten können, gehört zum ge- 
sicherten Erfahrungsschatz der ozeanographischen Wissenschaft. Hierbei handelt 
es sich um periodische Wasserbewegungen großer Wellenlängen und langer 
Perioden in der Größenordnung von allenfalls Zehnerminuten bis zu Stunden, 
Es ist daher mit den heute in der ozeanographischen Praxis üblichen instru- 
mentellen Hilfsmitteln, den Kippthermometern sowie den widerstands-elektrischen 
Thermographen, unter Einhaltung gewisser Vorsichtsmaßregeln nicht schwer, 
ihr Vorhandensein innerhalb der ozeanischen Wassermassen nachzuweisen. An
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.