j45 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1942,
1.5° IL2-1.46 10 '
Terr. tiefer als Trpeob.
60.8010 3-0.5°
Terr. höher als Tryeob.
0.0-0.2°" 0.3-0.59' 16-0 8° '9.9.1.19011.2-1.4°
Trpeob. > 9.4°
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es vom Hauptmaximum aus sehr langsam zum Minimum absinkt. Diese Schiefe
der beiden Häufigkeitsverteilungen wirkt sich auch noch im Gesamtbild der
Häufigkeit durch eine ungewöhnliche Verbreiterung des Maximums aus. (Wenn
man die obige Tabelle nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ betrachtet,
was infolge der geringen Anzahl von Fällen [135} nicht ganz unbedenklich ist,
findet man sogar sowohl rechts wie links Nebenmaxima der Fehlerhäufigkeit.)
Die Schiefe der Häufigkeitsverteilung wird in keiner Weise vermindert, wenn
man dem Umstand Rechnung trägt, daß die Streuung der errechneten Werte
kleiner ist als die der beobachteten. Die Fehler, die darin bestehen, daß beob-
achtete positive (negative) Werte größer (bzw. kleiner) sind als die errechneten,
wird nicht dadurch beseitigt, daß man an dem ganzen Material einen konstanten
Korrektionsfaktor anbringt. Es vermindern sich dann zwar einige Fehler, andere
vergrößern sich aber, so daß der m. F. steigt, ohne daß sich die Schiefe der
Fehlerverteilung ändert. Es wurden nun alle Jahre herausgeschrieben, die zu
folgenden vier Klassen von Fehlern gehören:
Fehler kleiner als 0.5° (28 Fälle)
Fehler kleiner als 0.5° (25 Fälle)
Terr. mindestens 0,5°, höchstens 1.1° zu klein (18 Fälle)
T... mindestens 0.5°, höchstens 1.1° zu groß (25 Fälle).
a) Tpeop. größer als 9,4°
b) Tpeop. kleiner als 9.4°
©) Trpoop. größer als 9.49
d) Tpann., kleiner als 9.4°
In allen vier Klassen zeigt sich, daß die Wintermonate am weitaus stärksten an
der Charakterisierung des Jahresmittels beteiligt sind, und daß der Juni dem
fast stets entgegenwirkt. Die Intensität der verschiedenen Einflüsse ist aber
in verschiedenen Klassen verschieden. Die Amplitude zwischen der wärmsten
und kältesten Monatsanomalie beträgt in den beiden ersten Klassen (kleine Fehler)
2.0 bzw. 1.9% in Klassen ce und d (mittlere Fehler) dagegen nur 1.2 und 1,3°,
Auch die Zeiten, in denen die Extreme eintreten, sind in den zueinander gehörigen
Klassen verschieden:
Klasse
a
’
5
d
Max,
Dezember
Tebruar
Juni
Sam
ev, Nebenmax,
keins
Oktober, November
März, September
Otaher
Min, ev. Nebenmin,
Juni keins
Juni Dezember
Januar Aprıl, Juli
Dezember Septemher
Die Fehler, die durch die Berechnung der Jahresmittel aus Perioden entstehen,
werden also am geringsten, wenn in kalten Jahren die größte relative Kälte auf
den Januar und ın warmen Jahren die größte Wärme auf den Dezember fällt,
Kommt die größte Wärmeanomalie früher oder die größte Kälteanomalie später,
so stimmt das errechnete mit dem beobachteten Jahresmittel schlecht überein,
Man würde in einem Teil der schlechter übereinstimmenden Fälle zu besseren
Ergebnissen kommen, wenn man das Jahr nicht von Januar _ bis Dezember,
sondern von Dezember bis November rechnen würde. Diese Änderung hätte
auch den Vorteil, daß der Widersinn beseitigt würde, der darin liegt, daß in
ein Jahresmittel Teile von zwei Wıntern eingehen, Dabei darf allerdings auch
wieder nicht übersehen werden, daß man den Dezember in vielen Fällen noch
zum Herbst oder den November schon zum Winter rechnen muß, wenngleich
„Dezember gleich erster Wintermonat und damit Beginn des meteorologischen
Jahres“ wohl der Normalfall sein dürfte. Da sich diese Arbeit aber nur zum
Ziel gesetzt hat, die von Hlava@ veröffentlichten Werte zu diskutieren. soll