324 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1942.
die erste Periode durch Multiplikation mit 2%, den andern vergleichbar macht,
zo erhalten alle zeitlichen Kff. negative Werte:
Tabelle 16. Zeitliche Korrelationsfaktoren für die Differenz der Sommermonatsmittel, 100 k,
Kleiner als 1°: 0+45 1° bis 2°: -60+83 2° bis 3°: -46+40 3° bis 4°: -74+30
mehr als 4°; — 50 +35
und meist größer als ihre mittleren Fehler (diese, nicht Streuungen sind in
Tab. 16 angegeben). Immerhin deuten das negative Vorzeichen und die relativ
nicht ganz unbedeutenden Werte für die größeren Differenzen darauf hin,
daß eine geringe Neigung zur Mäßigung schroffer Extreme innerhalb eines
Sommers vorhanden ist. Es ist dies aber keineswegs gleichbedeutend mit einer
Milderung der Sommertemperatur, die ja, wie oben gezeigt, von der Höhe dieser
Temperaturdifferenz unabhängig ist.
16. Vergleichung von Einzelmonaten. Wenn man die Juni- und Julimonate
der einzelnen Jahrgänge vergleicht, so findet man, daß der Temperaturanstieg
vom Juni zum Juli, der normalerweise knapp 1'/,° beträgt, in zehn Fällen größer
als 4° war; am stärksten, 6.9°, war er 1865! Dagegen war in zwölf Fällen der
Juni um mindestens 1° wärmer als der folgende Juli; am meisten, 3.4° (also
pine Differenz von 6° gegen das normale) 1889, Die „mittlere Epoche“ beträgt
im ersten Fall 1841, im letzteren 1838; es ist also darin kein Unterschied,
Der August war 13mal in der Zeit von 1771 bis 1900 um 3° (statt normal */,°)
kälter als der Juli; am meisten, um 4.5°, 1874 (1757 sogar um 5°, doch fällt
dies außerhalb unseres Zeitraumes). Mittlere Epoche 1846 bzw. 1844, also wieder
identisch. Tabellarisch sei auch dies nochmals kurz zusammengestellt:
Tabelle 17. Sommermonate desselben Jahres mit starken Temperaturgegensätzen‘!).
k (7, D)
89
+14
15
+83
k (8, D)
—22
+28
56
+21
(8, D)
41
+19
—61
+28
Juni
19.01°
41.17
15.45 /
+1.22
August
17.04°
1.29
19.95 |
+1,85
1877
+38
N
Es sind darin die Mittelwerte gegeben (da die ausführliche Wiedergabe der
Originaltabellen hier nicht angängig ist) für folgende Unterschiede: in I alle
Julimonate, die um über 4° wärmer waren als der vorhergegangene Juni; in II
alle Julis, die um über 1° kälter waren; in III alle Augustmonate, die um über
39° kühler, in IV die, die um mindestens 1!/,° wärmer waren als der vorauf-
gehende Juli; endlich noch in V die Junis, die um über 1° wärmer, und in VI
die, die um über 3° kälter waren als der August des gleichen Jahres. Darunter
sind die Streuungen angegeben. Auch die „mittlere Epoche“ ist nebst ihrer
Streuung berechnet. Bei den Überschriften über die Xff, bedeuten 6, 7, 8 die
entsprechenden Monate und D. die zugehörige Differenz,
Hierzu noch folgendes: die mittlere Epoche müßte bei Zufallsverteilung
natürlich die Mitte des zugrunde liegenden Zeitraumes, also 1836, sein. Hiervon
weichen die Einzelwerte auch nicht sehr ab, und auch die Streuungen von rund
40 Jahren erscheinen normal?). Aber tatsächlich ist die Verteilung durchaus
4) Einheiten: Jahr, Grad, 100 k. — ?) Sie müßten theoretisch etwa ?/, des ganzen Zeitraumes
betragen, d. h. aber 40,