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Full text: 70, 1942

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1942, 
Tabelle 2a. Extreme der Jahrzehntemittel!). 
I. Monate. 
Juni Juli August Sommer 
1.08° 1781/90 0.76° 1791/1800 0.98° 1781/1800 0.53° 1791/1800% 
„1.81 1801/10 -19.93_ 1811/20 -0.90 1881/90 =0.56 1811/20 
2.94 59 1.88 1.09 
N Maximum 2.23° 1811/2“ 1801/10?) 
ran} Minimum 0.74 1801/1( 179171800 
ung Differenz 1.49 
£‘, Differenzen, 
Juni— Juli Tyli— 
>25° 1801/78 ".A0° 
1.80 78* 1.40 
= a v0 
August 
1881/90° 
“80140 
Wert 
Maximum 
Minimum 
; 
Diiferen-” 
Juni— August 
-8,65° 1801/10 
0.13 “831/40 
8.78 
‚Maximum ” MM* 
| Minienum 1.64 
Differenz 1.30 
Die Extreme finden sich, wie man sofort sieht, in bestimmten Jahrzehnten be- 
sonders häufig, aber nicht so, daß in einem etwa nur Maxima, im andern nur 
Minima auftreten, sondern es ist so: in gleichen oder benachbarten Jahrzehnten 
kommen sowohl extreme Maxima wie Minima vor; für die Streuungen gilt das 
gleiche, für die Unterschiede der einzelnen Sommermonate ebenfalls; es wechseln 
also in diesen Zeiträumen Perioden mit von Jahr zu Jahr stark schwankenden 
und mit wenig schwankenden Temperaturen; es kommen in denselben Zeiten 
3owohl abnorm hohe wie abnorm tiefe Monatstemperaturen vor, und das gilt 
auch für die Unterschiede von Monat zu Monat. So war z. B. im Jahrzehnt 
1801—1810 der Juli um 3.25° wärmer als der Juni (statt normal 1.50°), aber 
um 0.40° kälter als der August, während er im Mittel aller Jahre um 0.45° 
wärmer ist. Also ein energischer, aber zugleich sich bis zum August hin fort- 
setzender Temperaturanstieg! Nimmt man alle Extreme der Tab. 2a zusammen, 
so verteilen sie sich folgendermaßen auf die 13 Jahrzehnte: 
Tabelle 2b. 
1771—81—91—1801—11—21—31—41 —51—61—71—81—91—1900 
' 4 4 6 5 1.2 1.0 1 1 5 2 KExtremwerte, 
Die Jahre um 1800 sind also besonders bevorzugt, aber auch die gegen 
Ende des 19. Jahrhunderts, Zu 40 Jahren zusammengefaßt traten Extreme ein 
in 1781—1820: 19; 1821—1860: 5; 1861—1900: 9. 
Ein Schluß auf eine etwa 80jährige Periode wäre mehr als kühn (man 
könnte auch an Köpens 100jährige Periode denken), aber daß die Verteilung 
nichts weniger als eine Zufallsverteilung ist, sieht man ganz deutlich. 
4. Vergleichung der Einzelextreme mit denen der Jahrzehntemittel. Interessant 
ist eine Vergleichung der Jahrzehnte-Extreme mit denen der Einzelmonate selbst, 
die in der Tab. 2c zusammengestellt sind: 
Tabelle 2c. Wärmste und kälteste Sommermonate von 1771—1900. 
(A, v. M, = Abweichung vom Mittel.) 
Juli 
18.06 > 
9.2 904) 
RR TA 
“881/90 
‘781/90 
Mittel .......000.000 
Maximum. ........ 
Minimum „........ 
Max. ... 
A.y. Ma {Mr .. 
Differenz ........ 
Yh. zu Tab. 2a... 4,2 
Theoretisch. ...... 3.18 
Der wärmste Juni war also noch — allerdings ganz unbedeutend — wärmer 
als der wärmste August, der kälteste dagegen merklich kühler; der wärmste Juli 
1) In Klammern gesetzte Werte um 0.01° niedriger. — ?) Dazu 1871/80 und (1791/1800) — 
+) (1831/40). — %) (1891/1900). — 5 (1891/1900),
	        
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