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Full text: 70, 1942

Range, P.: Das Klima von Kuibis in Deutsch-Südwestafrika, 315 
Tabelle 37. Mittel des Luftdruckes (mm). 
Korrektion auf 0°. 
Für das Jahr 1912 sind durch die 
Deutsche Seewarte die Abweichungen 
der Stundenwerte des Luftdruckes vom 
Tagesmittel berechnet. Sie werden in 
ler Tab. 39 mitgeteilt. Die Tagesschwan- 
kung des Luftdrucks ist ziemlich be- 
'rächtlich, Sie beträgt im Jahresmittel 
\,98 mm (im ‘Januar 2.40, im Juli 1.68). 
[m Jahresdurchschnitt tritt das Maxi- 
num um 99h mit einer Abweichung von 
+ 0.72 vom Tagesmittel ein. Dann sinkt 
ler Luftdruck mit steigender Erwär- 
nung schnell und erreicht sein Minimum 
ım 16h mit — 1.26. Auf ein schwaches 
Nachtmaximum um 24b mit 0.49 folgt 
um 4h ein sekundäres Morgenminimum, 
das aber noch 0.26 mm über dem Tages- 
mittel bleibt. Unter dem Tagesmittel 
liegt im Jahresdurchschnitt der Luft- 
druck nur von 13% bis 20h, entsprechend 
der starken Luftauflockerung durch die 
i9ii | 1912 | 1918 A © 
Januar... . 
Februar... 
März. ...... 
April ...... 
Mäi.....0.04 
füni....... 
Iüli........ 
August..... 
September . 
Oktober.... 
November... 
Dezember .. 
a) Mannatemm te 
651.9 653,9 
652.8 853.7 
653.4 654.8 
554.7 954,9 
355.3 655.5 
358.5 | 858.0 
357.6 558.0 
556.5 657.1 
356.3 556.1 
355.0 655.€ 
354.0 6541 
Rraß 65321 
653.6 
552.5 
653.8 
554.1 
354.9 
357,3 
556.8 
555,9 
354,8 
355.0 
3/2 
BS44 
653.1 
658.0 
654.0 
554.6 
655.2 
657.9 
557,5 
656.5 
655.7 
655.2 
654.1 
653.7 
Jahr... 
655.0 | 655.4 | 654.8 | 655.0 
7n 
ah 
21h 
9) Terminm-”- 
655.6 | 656.0 
654.1 654.6 
655.3 ! 655.7? 
Tel, 
655.4 
358.9 
355.0 
655.7 
654.2 
655.2 
Mittel | 655.0 | 655.3 | 654.8 ı 655.0 
Tabelle 38. Mittlere und absolute Extreme des Luftdrucks. 
„A ittleres 
Absolutes 
Minimum 
Maximum 
Minimum 
Maximum 
1911 ) 649.1 664.8 
1912 650.0 661.6 
1913 ! 6495 662,2 _ 
Mittel | 6495 | 6629 [| 648,5 
648.5 (17. I) | 665.0 
649.6 (28. XI.) | 662.7 
648.8 (23. 11.) 662.7 ı 
665.0 
intensive Erwärmung am frühen Nachmittag. Die unperiodischen Schwankungen 
sind gleichfalls gering, nur im Jahre 1911 waren sie etwas beträchtlicher. 
Unter Berücksichtigung der sehr regelmäßigen Schwankungen läßt sich das 
Aneroid in Deutsch-Südwestafrika vorzüglich zur relativen Höhenbestimmung 
benutzen, wenn die Beobachtungen durch die Daten einer nicht allzuweit ent- 
fernt gelegenen Station mit Quecksilberbarometer gestützt werden. Bei dem oft 
ungangbaren Gelände ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil, da Siede- 
apparate schlecht mitzuführen sind und auch oft im Freien nicht genügend 
genaue Beoachtungen gestatten, 
Im Südsommer herrscht über dem südatlantischen Ozean hoher Luftdruck, 
gleichzeitig liegt über dem Landesinnern ein Tief, das sich auch in Kuibis noch 
durch niedrige Barometerstände in den Sommermonaten ausprägt. Die Druck- 
verhältnisse bedingen ein Abfließen der Luft nach dem Lande zu. Der starke 
Erwärmungsunterschied der überhitzten Namib und der durch kaltes Auftrieb- 
wasser abgekühlten Luft des Meeres nahe der Küste verstärkt sich so, daß die 
Winde in Lüderitzbucht in den früheren Nachmittagstunden häufig Sturmstärke 
erreichen, Dieses Abfließen kommt wohl noch in den gegen Mittag einsetzenden 
westlichen Winden von Kuibis zur Geltung. Der Südwinter weist ein Hoch 
über dem Innern Südafrikas auf, dessen Kern vermutlich in der mittleren Kala- 
hari bei Gobabis liegt. Auf dem Ozean ist der Luftdruck relativ niedriger. 
Auch die Wintermonate in Kuibis zeigen dieses Maximum deutlich. Die vor- 
wiegenden östlichen Winde dieser Monate sind eine Folge der Druckverhältnisse. 
Im Winter und Vorsommer setzen gelegentlich kalte stürmische West- und Süd- 
westwinde ein, die auf Zyklonen zurückzuführen sind, die vom Meer her das 
südliche Namaland überqueren. Auf diese Verhältnisse hat Waibel a. a. O. 
hingewiesen, Die Zyklonen verursachen die gelegentlichen Schneefälle des 
Winters.
	        
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