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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 70 (1942)

Range, P.: Das Klima von Kuibis in Deutsch-Südwestafrika. 309 
Die in Kuibis beobachteten fünf Jahrgänge vom 1. Juli 1907 bis 30. Juni 
1912 sind synchron auf die längere Reihe von Bethanien bezogen und ergeben als 
Normalmittel nach der bekannten Methode 123 mm. Die Regenmengen waren daher 
in der Beobachtungszeit zu klein. Ich habe ferner noch die Monatsmittel aus der 
ganzen Beobachtungszeit von Mai 1907 bis April 1914, also für den ganzen 
Zeitraum, berechnet, Ihre Werte sind: 
Tabelle 25, 
Jan, | Febr. | März April | Mai | Juni | Juli | Aug. ] Sept. | Okt. Nov. . Dez, | Jahr 
14.6 | 19.6 | 24.1 | 62 ' 23 | 21 | 03 | 05 | 07 ! 29 | 13.0 | 85 | 89.8 mm 
"r Prozenten der Jahresmengen: 
ax 98 | 021 AR! AR I a9 ar 4091 
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192 
29 
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Über die Zahl der 
Tage mit Niederschlag über- 
haupt und mit größerem I 
Niederschlag unterrichtet a) Zahl der Tage mit Niederschlag überhaupt: 
die Tab. 26. | 19 | 58 | 47 | 57 | 52 | 48 
Die meisten Regentage . . 
bringen nur Mengen unter b) Zahl der Tage mit größerem Niederschlag: 
1 mm. Die heftigeren Güsse mehr als 10 m] 518111861813 
fallen fast stets bei Gewitter, ” ” MM ; 
bisweilen schließt sich an diese ein mehrere Stunden dauernden Landregen an, 
der dann für das Weidefeld sehr günstig ist. Bei solchen Gewitterregen ist die 
Regendiechte sehr erheblich, wie folgende Daten (Tab. 27) zeigen. 
7 ahelle 98. 
22. November 
15. März 
25. Februar 
2. März 
18, Oktober 
1. März 
‚909 
‚910 
'912 
“549 
2h—920.20% 
4h—18h 
‚80h—14.50h 
15h— 38.30h 
“,45h— 9.20 
17h_-_18h 
Tabelle 27. 
0 mm in 880 Minuten‘ Regendichte pro Stunde 8 mm 
30 ” x. 120 »” 2 » ” 15 27 
17.9 3% >} 20 »” ” 3% » 54 "7 
29.4 ” ” 30 45 3; „ A 58 »» 
183.4 9 3 95 r kl ”„ »3 8.5 »” 
14.8. 60 x. .. . 15. 
Ar 
(9: 
Die Zahl der Nahgewitter ist nicht groß (7 im 6jährigen Mittel). Für 
das Landesinnere werden meist viel größere Zahlen angegeben!). Kuibis liegt 
eben schon am Rande des Sommerregengebietes. Häufiges Wetterleuchten, vor- 
wiegend im Osten, zeigt das Auftreten von elektrischen Entladungen in diesem 
Quadranten, Die in der Tab. 28 gegebenen Zahlen für Nahgewitter [z, Donner T, 
Weiterleuchten < bedürfen noch der Br- pur, 26. Zahl der Tape mit Gewitter, 
läuterung (vgl. darüber die Anmerkung Donner und Wetterleuchten. 
in Hanns in der Einleitung dieser Arbeit 
erwähnten Referat). [x gibt die Zahl der 
Tage mit Nahgewittern wieder, T die, an 
denen nur Donner beobachtet wurde, also 
nur Ferngewitter bemerkt sind, < schließ- 
lich die Abende und wenigen Morgen, 
an denen Wetterleuchten beobachtet wurde. Blitzschäden kamen in der Nachbar- 
schaft der Station nicht vor. Im Innern des Landes habe ich dagegen häufiger 
von Viehverlusten durch Blitzschlag gehört. Vereinzelt sind auch Menschen er- 
schlagen. Das Reiten auf offenen Flächen bei starken Gewittern ist nicht ratsam. 
Die Zahl der Regentage (Tab. 26) schwankte zwischen 19 (1908) und 58 
(1909) und betrug im 6jährigen Durchschnitt 46. Dabei sind aber auch die- 
jenigen Niederschläge mitgezählt, die nur wenige Minuten dauerten und im 
1) Windhuk hat nach Zelle (a. a. 0.) im 23jährigen Mittel 100 Gewitter, die in die Monate 
Oktober bis Aptil fallen, dabei sind aber wohl Donner und Wetterleuchten mitgezählt.
	        
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